Fuchstal
Entscheiden muss das Amt

Mit schwierigen Bauanträgen hatten es die Fuchstaler Gemeinderäte in der Vergangenheit immer wieder zu tun. Gleich drei standen in der jüngsten Sitzung auf der Tagesordnung. Auch wenn die Räte in zwei Fällen zu einer Entscheidung im Sinne der Bauherren kamen, wird allerdings erst das Landratsamt endgültig über die Zulässigkeit der Anträge entscheiden.

Bauen im Außenbereich

Im ersten Fall ging es um den Bau eines Wohnhauses im Außenbereich in einem Weiler bei Leeder. Das Gebäude mit Garage ist als Betriebsleiterwohnung für einen praktizierenden Landwirt gedacht. Auf dem Anwesen gibt es allerdings bereits ein Wohnhaus und ein Austragshaus, womit in der Regel die zulässige Bebauung erreicht ist. Der Antragsteller begründete die zusätzliche Maßnahme damit, dass er den Hof im Rahmen einer «Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)» mit einem weiteren Partner zusammen führe.

Da man noch nie so einen Fall gehabt habe, sei er sehr gespannt auf die Entscheidung der Aufsichtsbehörde, meinte Bürgermeister Erwin Karg.

Sollte der Antrag durchgehen, könne er jedem Landwirt im Außenbereich bei entsprechenden Bauabsichten nur empfehlen, eine «GbR» zu gründen, meinte er weiter und stellte in den Raum, wie es denn dann sei, wenn der Betrieb womöglich gleich fünf Gesellschafter umfasse. Da die Klärung der Rechtslage allein dem Landratsamt zusteht, sprachen sich die Fuchstaler Räte mit 14:2 für den Antrag aus.

Nicht schwerwiegend

Das gleiche positive Abstimmungsergebnis erbrachte die Behandlung eines Falls in Asch, in dem Teile eines ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäudes ohne vorhergehende Genehmigung in Fertigungsräume und ein Lager umgewandelt worden waren. Auch wenn ein Ratsmitglied von einem «Schwarzbau» sprach, war sich das Gremium darin einig, dass keine schwerwiegende Verfehlung vorliegt.

Man hätte den entsprechenden Bauantrag bei regulärer Vorlage auf jeden Fall genehmigt, hieß es.

Nicht genehmigte Hütte entdeckt

Anhand von Luftbildern aus dem GIS-System sei man auf eine nicht genehmigte Hütte mit Lagerplatz am Ortsrand von Leeder aufmerksam geworden, die man auch keinem Eigentümer zuordnen könne, hieß es in einem Schreiben des Landratsamtes an die Gemeinde. Angefügt waren eine Reihe von «Beweisfotos». Wie Karg in der Sitzung informierte, handelt es sich bei der betreffenden Fläche um Gemeindegrund, den man an einen Gartenbaubetrieb zur Nutzung verpachtet hatte.

Er denke, dass man die Angelegenheit durch ein gemeinsames Gespräch im Landratsamt klären könne, meinte der Bürgermeister weiter und die Räte sprachen sich einstimmig für diese Vorgehensweise aus. (hoe)

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