Engagierte Eltern dürfen nicht am Ende die Dummen sein

Immenstadt/Oberallgäu | elm | Sehen und gesehen werden will man im Wahljahr. So stand im Immenstädter Hofgartensaal beim traditionell aus allen Bereichen der Gesellschaft gut besuchten Neujahrsempfang der Oberallgäuer CSU heuer die Menge besonders dicht gedrängt. Prominenter Besuch kam auch aus der Sportwelt: Langläuferin Katrin Zeller aus Oberstdorf, war nach ihren grandiosen Erfolgen bei der 'Tour de Ski' mit ihrer Familie zum Empfang gekommen und wurde mit viel Applaus begrüßt.

Gerechtigkeit in der Familienpolitik forderten Kreisvorsitzender Gebhard Kaiser und Landtagsabgeordneter Alfons Zeller bei der durch eine Diaschau aufgepeppten Veranstaltung. Kinderkrippen seien wichtig, ein Kindergartenangebot selbstverständlich, aber 'die Aufgaben von Mutter und Vater unersetzlich', erklärte Kaiser: Erziehung sei in erster Linie Sache der Eltern. Viele verzichteten um ihrer Kinder willen auf Einkommen, leisteten aber oft 'ehrenamtlich in Kindergarten und Schule wertvolle ergänzende Arbeit'. So engagierte Eltern dürften 'nicht am Ende die Dummen sein und die Krippenplätze für andere noch mitbezahlen.'

Das Elterngeld helfe jungen Familien, sich frei zu entscheiden, sagte Zeller: Das von der CSU durchgesetzte Betreuungsgeld für die Erziehung zuhause sorge dabei 'für eine gerechte Balance'. Wer dies 'Herdprämie' nenne, verhalte sich 'schamlos' gegenüber 15 Millionen Frauen in Deutschland, die sich ganz dem Haushalt und den Kindern widmen. Familien brauchten Hilfe, aber keine Bevormundung durch den Staat.

Zeller warnte vor Aktionismus im Kampf gegen Jugendkriminalität. Angesichts 'unverzeihlicher Übergriffe' Einzelner werde übersehen, dass 'wohl 98 Prozent' der Jugendlichen 'Leistung bringen, mit Engagement zum Rechtsstaat stehen und der Gemeinschaft dienlich sind'.

Auch in eigener Sache brachen die schwarzen Recken eine Lanze: Dass im Wahlkampf oft zu hören sei, man müsse die Mehrheit der CSU brechen, wundert Kaiser: 'Warum denn? War unsere Arbeit so schlecht?' fragte der CSU-Landrat und zog eine positive Bilanz: Vom Hochwasserschutz über Verkehrsprojekte wie die B19 neu bis zur gesicherte wohnortnahen medizinischen Versorgung; von der 'ökologisch sinnvollen Abfallentsorgung zu bezahlbaren Preisen' bis hin zur Sicherung von Ausbildungsplätzen und zur wirksamen Förderung von Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus.

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