Eltern schenken dem Kindergarten Zeit

Fuchstal | hoe | Das Lied 'Wer will fleißige Handwerker sehen?' wird auch im Fuchstaler Kindergarten gerne gesungen. Zum Beobachten der Handwerker müssen die Kleinen mit ihren Betreuerinnen zurzeit nicht weit gehen. Seit über einer Woche sind in ihrem Kindergarten fleißige Arbeiter am Werke.

Diese entpuppen sich als Väter und Mütter, die mit Muskelkraft oder Maschineneinsatz an der Erneuerung der Küche arbeiten. Gefolgt sind die etwa 20 Eltern einem Aufruf unter dem Motto 'Schenken Sie uns Ihre Zeit'. Gesucht wurden damit Fachleute, aber auch Hilfskräfte, die dazu bereit waren, unter anderem die alte Küche abzubauen, die Fliesen zu entfernen, eine Mauer durchzubrechen und hinterher dem Raum wieder ein Gesicht zu geben. Und mit Hermann Lingg aus Leeder fand sich zudem ein ehemaliger Maurer, der die Planung und Bauaufsicht übernahm. 'Mir macht diese Arbeit einfach Spaß', begründet er seinen anerkennenswerten ehrenamtlichen Einsatz.

Benötigt wird der Ersatz für die 32 Jahre alte Küche allein schon deshalb, weil das neue Konzept des Kindergartens die Möglichkeit vorsieht, mittags eine warme Mahlzeit einzunehmen.

Hierzu ist auch die Neugestaltung eines gemütlichen Essplatzes erforderlich. Ohne diese Elternhilfe hätte die Finanzierung des Küchenausbaus nicht geklappt, sagt Ingeborg Völk, die als Kirchenpflegerin in Leeder für den katholischen Kindergarten zuständig ist. Denn eingeplant waren etwa 25 000 Euro, doch bei Bezahlung aller Arbeitsleistungen hätte man diesen Ansatz wohl um etwa 10 000 Euro überschritten, beziffert sie den Wert der Elternhilfe. Zusätzlich fanden sich auch zwei Spender bereit, das Vorhaben zu unterstützen. Je 1000 Euro steuerten die Holzwerke Pröbstl und die Veranstalter der Fuchstaler Kinderkleiderbörse bei.

Danach ist alles erledigt

Man habe in den letzten Jahren nun insgesamt deutlich über 100 000 Euro in die Sanierung des Kindergartens gesteckt, berichtet Ingeborg Völk weiter. Nach der Vollendung des Küchenumbaus seien jedoch endlich alle Arbeiten erledigt und das Gebäude wieder auf dem neuesten Stand, freut sie sich. Auch in der Vergangenheit waren es immer wieder Eltern, die durch ihren Arbeitseinsatz dazu beigetragen hatten, die Kosten niedrig zu halten.

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