Eltern sammeln für Volleyball-Talente

Sonthofen (ts). Den Luxus eines bezahlten Jugendtrainers kann sich Volleyball-Zweitligist TSV Allgäu Stern Hotel Sonthofen seit einem Jahr nicht mehr leisten. Die Nachwuchsarbeit soll dennoch nicht zum Stillstand kommen: Mit einem deutlich verringerten finanziellen Aufwand und neuen ehrenamtlichen Trainern will der TSV an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen. Minimalziel für die weiblichen Nachwuchsteams von der E- bis zur A-Jugend ist in den nächsten Wochen die Qualifikation zur schwäbischen Meisterschaft, sagt Damentrainer Christian Wilhelm, der sich mittlerweile auch um einen Großteil der jungen Talente kümmert. Das war vor einem Jahr noch anders: Als erster Volleyball-Verein im Allgäu leistete sich der TSV einen hauptamtlichen Trainer für das so genannte Volleyball-Leistungszentrum. Junge Spielerinnen aus Sonthofen und dem Oberallgäu sollten von diesem optimal gefördert werden, um später einmal den Sprung in die Zweitliga-Mannschaft zu packen. Doch dann kam es im Januar 2003 zum Bruch zwischen Abteilungsführung und dem hauptamtlichen Trainer Hubert Hermann (wir berichteten).

Einen neuen Bezahl-Trainer konnte sich der TSV indes nicht mehr leisten: Nachdem einige Sponsoren ihre Verträge nicht mehr verlängerten, stehen dem TSV eigenen Angaben zufolge in dieser Saison für die Jugendarbeit statt 25000 Euro nur noch 5000 zur Verfügung. Das Motto lautet seither: Zurück zu den Wurzeln. Nun sind es wieder ehrenamtliche Trainer, die sich um die 40 weiblichen Talente kümmern, die zwischen zwei und drei Mal pro Woche baggern und pritschen. Unter den neuen Übungsleitern befinden sich neben Wilhelm unter anderem die beiden ehemaligen Spielerinnen der Damenmannschaft, Wiebke Bauer und Heidi Blanz. Auch die Eltern haben ihren Teil dazu beigetragen, dass die Nachwuchsarbeit erhalten bleibt: Sie sammelten dafür laut Wilhelm beispielsweise 3000 Euro. Drei Spielerinnen im Bayernkader Die schwierige Lage habe die Abteilung zusammen geschweißt, glaubt Chef-Choach Wilhelm. Zumal sich weiterhin Erfolg abzeichnet. Bereits heute stehen für den TSV drei Spielerinnen in der Bayernauswahl: Sabrina Dölle (17), Marlene Wieth (16) beide stehen auch im Zweitliga-Kader sowie Miriam Flemming (13). Volleyballinteressierte Buben muss der Verein allerdings vertrösten: Da fehlt es uns an Trainern, sagt Wilhelm.

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