Sonthofen
Elefantenchor bei der Weltreise inklusive

Ein bunt gemischtes, kurzweiliges Programm hat die Stadtkapelle Sonthofen unter der Leitung von Markus Buhmann im gut besuchten Haus Oberallgäu präsentiert. Als Premiere eröffnete erstmals die Jugendgruppe, die «Fortissimos», mit weihnachtlichen Weisen das Konzert. Gewohnt charmant führten Birgit Ostermeier und Herbert Jortzig durch den Abend.

Imposant stimmt das Hauptorchester mit «The Olympic Spirit» von John Williams nicht nur auf die kommenden Winterspiele ein, sondern läutet gleich einen vielversprechenden Abend ein. Die hohen Erwartungen erfüllt Anton Kaufmann mit seinem Tenorhornsolo in «Present of Love» (Manfred Schneider), und auch das Quintett der Stadtkapelle brilliert mit feierlichen Fanfaren in Henry Purcells «Trumpet Tune and Ayre».

Was Phileas Fogg im Roman von Jules Verne in 80 Tagen vollbrachte, schafft die Stadtkapelle in knapp neun Minuten. In Otto M. Schwarz Komposition nehmen sie die Zuhörer auf eine schwungvolle Weltreise und schreiten in einem musikalischen Streifzug alle Stationen der berühmten Erzählung ab, den Elefantenchor in Indien inklusive.

Beschwingt leitet «Midnight Dancer» (Luigi di Ghisallo) den zweiten Teil ein, und wer sich doch lieber bei einem gemütlichen Abend auf dem Sofa sieht, der kommt mit dem «TV-Kultabend» von Manfred Schneider voll auf seine Kosten. In einem klangvollen Schnelldurchlauf ist hier von der «Lindenstraße» und «Wetten dass» über das «Traumschiff» und den Freitagabendkrimi mit «Derrick» bis hin zur «Tagesschau» alles dabei.

In «Two Worlds» von Phil Collins kommt das Schlagwerk mit Buschtrommeln und Bongos voll zum Einsatz, eindrucksvoll in Szene gesetzt von der zweiten Dirigentin Kathrin Weber.

Freunde der traditionell böhmisch-mährischen Blasmusik werden vielleicht etwas übergangen, aber mit «Ein halbes Jahrhundert» (Very Rickenbacher) kommt eine etwas andere Polka zu Gehör. Klingende Röhrenglocken und ein dominantes Piccolo-Solo zeichnen den amerikanischen Marsch «Chimes of Liberty» aus der Feder Edwin Franko Glodmans aus.

Lediglich Fans der legendären Blues Brothers kommen nicht ganz auf ihre Kosten, denn es gibt mit Sicherheit bessere Arrangements der bekanntesten Songs dieser Band als Jay Bocooks «Blues Brothers Revue».

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