Kaufbeuren
Eisplatten von oben

Alles Gute kommt von oben, heißt es. Doch im Winter gilt das nur eingeschränkt. Denn dann kann es insbesondere in der Stadt Dachlawinen geben. So fielen kürzlich Schnee und Eisplatten in Hirschzell von einem Dach ohne durchgängiges Schneefanggitter. «Aber da laufen täglich Schulkinder vorbei. Sollte deshalb nicht eine Schutzvorrichtung montiert werden?», fragt ein empörter AZ-Leser.

Theoretisch schon: «Der Hausbesitzer ist verpflichtet, für die ordnungsgemäße Instandhaltung seines Hauses zu sorgen», erklärt Peter Hodek vom Stadtplanungsamt Kaufbeuren. Doch in der Praxis gebe es dafür keine rechtliche Vorgabe. «Die Stadt hat auch keine spezielle Satzung dafür, obwohl es früher sogar eine städtische Schneehalteverordnung gab», berichtet Hodek. Nun liege die Sicherheit von Bürgern, die an einem Haus vorbei laufen, voll in der Verantwortung der Gebäudeeigentümer. «Es darf zwar keiner zu Schaden kommen, aber ob, wie und wo eine Schneefangvorrichtung angebracht wird, liegt im Ermessen der Hausbesitzer», erläutert der Stadtplaner weiter.

Wenn allerdings etwas passiert, kann ein Gericht ein schuldhaftes Verhalten der Besitzer feststellen - dann kommen straf- und zivilrechtliche Konsequenzen auf die Eigentümer zu, was auch Auswirkungen auf die Zahlungsbereitschaft der Versicherungen haben kann.

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