Kaufbeuren
Einzelhandel rechnet mit starkem Endspurt

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|agi| Nach dem zweiten Adventswochenende zeigt sich der Kaufbeurer Einzelhandel sehr zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft. «Das Monatsende spürten wir Ende November wie jeden Monat, aber ansonsten sind wir sehr zufrieden», fassen Brigitte und Armin Pöppl von Männermoden Walz ihre Einschätzung über das Weihnachtsgeschäft 2009 zusammen. «Die Krise wird überbewertet», so Armin Pöppl. Die beiden Inhaber erwarten ein ebenso gelungenes Weihnachtsgeschäft wie im Vorjahr.

«Die letzten beiden Samstage vor dem Fest sind die wichtigsten», erklärt Claudia Geyrhalter, Inhaberin des gleichnamigen Lederwaren-Fachgeschäfts. Vor einem Kauf nutzten die Kunden erfahrungsgemäß die ersten beiden Wochenenden zum Bummeln. Zu Verunsicherung bei den Kaufbeurern führt nach Geyrhalters Ansicht, das Fehlen einer einheitlichen Regelung bezüglich der Öffnungszeiten an den vier Samstagen. «Viele rufen extra an, um zu fragen, ob und wie lange wir geöffnet haben.»

Wie Claudia Geyrhalter spricht auch Dietmar Dostal, Inhaber des Uhren-Schmuck-Fachgeschäfts «Le Bijou», von einer verheißungsvollen Halbzeit im Weihnachtsgeschäft. «Wir rechnen mit einem starken Endspurt.

» Regelrechte Trends seien nicht erkennbar, aber «hochwertige Uhren und Schmuck sind auch heuer bei uns gefragt - meist sogar in letzter Sekunde vor dem Fest». Angst vor Einbrüchen durch die Wirtschaftslage hegt er keine. «In den anderen europäischen Ländern wird dieses Thema gar nicht so betont, da laufen die Geschäfte auch wie immer.»

Die zweite Adventshälfte sieht auch Helmut Freitag von «Freitags Bücherinsel» als Umsatzgarant. «Bis dahin haben die Kunden immer noch das Gefühl, bis zum 24. ist noch viel Zeit.»

Beim Spielwarenkauf erkennt die Inhaberin der «Rappelkiste», Birgit Fischer-Höbel, heuer einen deutlichen Trend: Viele Kunden machen sich zwar im Internet auf die Jagd nach vermeintlich günstigen Schnäppchen. Viele kommen aber auch bewusst in den Fachhandel und fragen nach unbedenklichen Materialien bei der Fertigung von Teddy und Co.

Von Trends und neumodischen Einflüssen unbeeinflusst waren die Besucher am Zollhäuschen. Trotz des geschäftigen Treibens in der anschließenden Fußgängerzone nahmen sich auch viele Erwachsene mit leuchtenden Augen Zeit, für eine Stippvisite in der Märchenwelt. Denn wenn Bärbel Helmer vom Heimatverein die Türe zu ihrem verzauberten Hexenhäuschen öffnet, versetzt sie viele in Erstaunen. Bei den kleinen Besuchern sorgt die authentisch verkleidete Hexe mitsamt Katze auf der Schulter für Eindruck. Bei den Großen weckt sie lang vermisste Kindheitserinnerungen, wenn sie auffordert «Na, zeigt mal eure Fingerle her».

Bei den angebotenen Lebkuchen und Äpfeln konnte keiner widerstehen.

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