Erkheim
Eintauchen in die Sphären der Blasmusik

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| ho | Eine überzeugende Interpretation sinfonischer Blasmusik zelebrierte die Musikkapelle Markt Erkheim vor über 500 Besuchern in der Schulverbandshalle. Dirigent Markus Mikusch verlangte seinen 64 Musikern ihr gesamtes Können ab, hatte er doch in das durchgängige Oberstufenniveau sogar zwei Konzertstücke («Persis» und «Juana de Arco») der Höchststufe eingebaut. Konzertmoderatorin Carolin Huber präsentierte ein breit gefächertes Programm, das aber auch den Besuchern volle Aufmerksamkeit und Konzentration abverlangte.

Bereits bei der Ouvertüre «Persis» war im Raum füllenden und klaren Tonbild die Qualität des Orchesters - und vor allem der bestechende Hornsatz - klar erkennbar. Seine Extraklasse stellte Trompeter Stephan Schmid im zehnminütigen, technisch durch alle Tonarten streifenden, anspruchsvollen Solopart «Manhattan» unter Beweis, der ihm alles abverlangte.

Den Erkheimern gelang es, ihre Zuhörer gedanklich in ihre musikalischen Phantasien «mitzunehmen». Etwa in dem Tongemälde «Imagasy», das die Geschichte aus der Traumwelt eines Kindes vortrefflich wiedergab. Alle Register, jeweils besetzt mit hervorragenden Solisten, ergänzten sich dabei harmonisch. Der etwas eigenwillige, aber für den russischen Komponisten Sergej Prokofieff typische «Marsch Opus 99» bildete den Abschluss des ersten Konzertteiles.

Das hohe Niveau setzte sich anschließend in dem Tongedicht «Juana de Arco» fort, das den Saal in die Sphären der sinfonischen Blasmusik eintauchen ließ. In ihrem Solo für Piccolo-Flöte «Flowerdale» bestach die 17-jährige Regina Huber durch jugendliche Leichtigkeit und eine beachtliche Leistung. Auch den Welthits von Pop-Ikone Michael Jackson verschlossen sich die Musiker nicht. Jetzt waren sie neben dem Musizieren swingend in Bewegung. Rockig und mit einem dominierenden Schlagwerk präsentierten sie unter anderem «Thriller» oder «Dont stopp till you get enough».

Rasante Passagen aus dem wilden Westen sowie Soli von Mathias Krön (Horn) und Bettina Hack (Oboe) hüllten das Publikum beim Stück «Die Glorreichen Sieben» wohlig und gefühlvoll ein. Der kraft- und temperamentvolle Konzertmarsch «Abschied der Slawin» sowie zwei Zugaben, darunter der Marsch «Gruß an Erkheim» (gewidmet von der Partnerkapelle aus Sins/Schweiz) ließen den glanzvollen musikalischen Jahreshöhepunkt der Musikkapelle Markt Erkheim ausklingen.

Erstmals bei den «Großen» dabei

Debütanten waren Lara Mayer, Manuel Seitz, Patricia Voglrieder, Roxanne Conrad und Mara Dehnert, hervorgegangen aus der Jugendkapelle ErWeSo (Erkheim, Westerheim, Sontheim).

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