Hopferau
Einmal um die ganze Welt

Eine musikalische Reise um die Welt wollten die 58 Musikanten der Hopferauer Blasmusik unter ihrem Dirigenten Robert Schweiger antreten und das ist ihnen in der nahezu voll besetzten «Auenhalle» auch bestens gelungen. Der musikalische Auftakt war schwungvoll und präzise: Mit Peitschenknallen ging es mit der «Petersburger Schlittenfahrt» von Richard Eilenberg im Galopp, was hohe Ansprüche an den mit vielen jungen Kräften durchsetzten Klangkörper stellte. Ansager Michael Brunner machte einen Sprung quer durch Europa ins sonnige Spanien, dessen Melodien Emil Waldteufel zum klangvollen Walzer «Estudiantina» zusammenfasste. Wohl der Höhepunkt des anspruchsvollen Konzerts war der Titel «Arround the world in 80 days», ein abwechslungsreiches Klangbild verschiedener Lebensräume mit verschiedenen Musikcharakteren vom Land der aufgehenden Sonne bis zur Südsee.

Aus den Ehrungen ragte die Ernennung von Bruno Böck zum Ehrendirigenten heraus. Er hatte 25 Jahre lang die Musikkapelle Hopferau erfolgreich leitete und war dabei immer die Ruhe in Person, wie Vorsitzender Peter Nigg in seiner Laudatio konstatierte.

Im «Vergnügungszug» nach Wien

Ebenso temperamentvoll wie der erste Teil begann auch der zweite. Mit der Schnellpolka «Im Vergnügungszug» von Johann Strauß Sohn ging es in Windeseile durch die Donaumonarchie, um anschließend eher ge- mächlich die Reise durch den schwarzen Kontinent anzutreten. «Out of Africa» war der Titel eines Arrangements von Johan de Meij und machte eine klangliche Bekanntschaft mit dem Land der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Nach einem kurzen Aufenthalt ging die Fahrt nach Amerika mit Halt in Havanna.

Dort erklang von Willy Fransen «Adios Havanna», um zu guter Letzt in den Staaten die «Freiheitsglocke» erklingen zu lassen: von John Ph. Sousa war der Konzertmarsch «The Liberty Bell», mit dem das Jahreskonzert einen würdigen Abschluss fand. Lang anhaltender Beifall erzwang noch Zugaben, von denen eine der frisch gekürte Ehrendirigent Bruno Böck dirigierte. Er leitete feinfühlig ein von ihm geschriebenes Walzerarrangement, in dem vor allem Klarinetten und Flöten zur Geltung kamen.

Zum Schluss gibts Tequilla

Mit temperamentvollen modernen Rhythmen - begleitet von Klatschen und Tequilla-Rufen - klang ein schönes Musikerlebnis aus, das zuvor lobende Worte des Vizebürgermeisters Peter Köpf gefunden hatte, der bei weiter anhaltendem Zuwachs schon Platzprobleme in der Halle ausmachte.

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