Einmal im Monat trifft sich in Buxheim Jung und Alt

Buxheim (ig). Mit Handschuhen, Rechen und Schaufeln in der Hand stürzen sich die Kinder des Buxheimer Kindergartens Sankt Dominikus Savio in die Beete des örtlichen Pflegeheims. Gemeinsam mit den Senioren bepflanzen sie den Garten. 'Ich helfe Mama und Papa auch manchmal', erzählt die kleine Rebecca dabei stolz. Seit Februar kommen die Kinder einmal im Monat ins Pflegeheim, um dort mit den alten Menschen zu spielen, zu basteln, zu kochen und zu reden. 'Im Vordergrund steht das Treffen zwischen Alt und Jung', sagt Christiane Kahnert, auszubildende Altenpflegerin. Sie hat das Projekt ins Leben gerufen, weil ihrer Meinung nach viel zu wenige Kinder in Pflegeheime kommen. 'Die älteren Leute werden munter und freuen sich jedes Mal, wenn sie die Kleinen wieder sehen', sagt sie. In einem Brief wurde das Projekt den Eltern der Kindergarten-Kinder vorgestellt. Ergebnis der Rückmeldung: eine feste Gruppe von sieben Kindern besucht seit Februar dieses Jahres regelmäßig einmal im Monat das Altersheim. Während der Treffen haben die Kinder und Senioren bereits gemeinsam Mandalas gemalt, Pizza gebacken und eine Erzählrunde veranstaltet. 'Anfangs waren die Kinder etwas verwirrt, weil die Senioren teils schlecht hören oder Dinge schnell wieder vergessen. Aber sie haben sich schnell an diese altersbedingten Probleme gewöhnt', sagt Erzieherin Sandra Patscheider, die das Projekt begleitet. 'Die Kleinen bringen immer was Nettes vom Kindergarten mit, sie sind hilfsbereit und zeigen Interesse', sagt Elsa Heidutschek. Sei gehört zu den sechs für das Projekt ausgewählten Heimbewohnern. Auch Liane Schneider ist begeistert von den, wie sie sagt 'eifrigen Kindern', die nicht nur Taketes, Sonnenblumen und Zierkürbisse einpflanzen, sondern auch jede Menge Regenwürmer in den Beeten finden.

'Nette Dingerles' Wegen ihrer Gehhilfen oder Rollstühle können nicht alle Senioren beim Einpflanzen helfen, dafür aber beobachten. 'Es ist schön, wenn Kinder arbeiten, sie lernen viel dabei. Man muss sich wundern, was für nette Dingerles das sind', sagt Erna Rohrmoser. Die Kleinen machen es ihrer Meinung nach genau richtig. Sie muss es wissen, schließlich habe sie früher mit ihrer Mutter im Garten ihrer kranken Großmutter gearbeitet. 'Das waren zwei Morgen Land.' Nach dem Gießen wird 'mit vereinten Kräften', so Elsa Heidutschek, aufgeräumt. Sandra Patscheider und Christiane Kahnert versprechen den Kindern beim Gehen, dass sie öfters im Heim vorbeischauen dürfen, um zu sehen, wie die Blumen wachsen.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2018