Einheitliche Schilder bald auf dem Weg

Pfronten (mar). - Die Tage der alten hölzernen Wegweiser an den Pfrontener Wanderrouten sind gezählt. Ab dem Frühjahr sollen Schilder nach dem neuen, allgäuweit einheitlichen Standard aufgestellt werden. Gleiches gilt für die Radwege. Das beschloss der Gemeinderat einstimmig, nachdem ihm die Autoren der Rad- und Wanderwegefibel Allgäu ihre bisherigen Ergebnisse vorgestellt hatten. An der Fibel, die Standards für die Rad- und Wanderwege von Lindau bis zur oberbayerischen Grenze festlegt, arbeiten derzeit Felix Schädler vom Büro 'Geokonzepte' und Thomas Pihusch vom Büro 'top-plan'. Auf Einladung von Bürgermeister Beppo Zeislmeier erläuterten die beiden nun den Pfrontener Gemeinderäten ihre bisherigen Ergebnisse. 'Es geht nicht darum, von heute auf morgen alle bestehenden Systeme auf den Müll zu schmeißen', so Felix Schädler. Teilweise könnte man die vorhandenen Schilder integrieren. Bei der künftigen Ausschilderung der Wanderwege habe man sich am Vorarlberger Konzept orientiert. Zum einen habe das Allgäu mehr gemeinsame Grenze mit Vorarlberg als mit Tirol. Zum anderen sei das dortige Konzept näher am internationalen Standard. Die Schildspitze markiert in gelb, rot und blau den Schwierigkeitsgrad. Angegeben werden grundsätzlich ein Fernziel sowie die Unterziele, die auf dem Weg dorthin erreicht werden. Die Länge des Weges findet sich als Zeitangabe. Auf jedem Wegweiser soll sich zudem eine Standortnummer wiederfinden. Sie hilft den Rettungsdiensten, verunglückte Wanderer rasch zu finden. Auch Zusatzangaben wie den Hinweis auf einen Themenweg haben Platz. Bei der Beschilderung der Radwege orientiere man sich am Merkblatt der Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen, so Thomas Pihusch. Die Wegweiser, die mit 80 auf 20 Zentimetern etwa doppelt so groß sind wie die für die Wanderwege, sind mit grüner Schrift auf weißem Grund gestaltet. Die Farbe habe Signalwirkung für den Radler, so Pihusch. Von unten könnten Piktogramme von Routen wie dem Forggensee-Rundweg oder der Dampflok-Runde eingeschoben werden. Bei den Mountainbike-Routen habe man sich am Tiroler Modell orientiert. Die Schilder sind an einem Piktogramm zu erkennen und geben den Schwierigkeitsgrad wie den von Skipisten in blau, rot und schwarz an. Diese Angabe sei auch aus Haftungsgründen wichtig, so Pihusch.

Verweis auf die Region Noch in Arbeit sei unterdessen die Gestaltung von Infotafeln, die an zentralen Stellen einen Überblick über die Rad- und Wanderwege geben und mit einem einheitlichen Logo auf die Region Allgäu hinweisen sollen. In der Diskussion meinte Gemeinderat Alfons Haf (Pfrontener Liste), es freue ihn, dass Praktiker an die Sache herangegangen seien. Das zeige sich beispielsweise an den radlerfreundlich großen Radwegeschildern. Christel Kaltenbach (CSU) fragte, ob die Beschilderung beispielsweise mit dem Tafeln der Burgenregion Ostallgäu abgestimmt sei. Dazu meinte Pihusch, man versuche einen 'Goldenen Mittelweg' zu finden. Mit Blick auf weitere Wegweiser, beispielsweise für Nordic-Walking-Strecken meinte Schädler,: 'Es ist nicht verkehrt, wenn Wanderwege und Radwege eine Sonderstellung einnehmen.' Schließlich blieben beide auch in absehbarer Zukunft die wichtigsten Themen. 'Ich find's super', kommentierte Hans Hechenberger (Pfrontener Liste) das Konzept. In Pfronten seien die Schilder 'seit zig Jahren überfällig'. Wie schnell die Schilder aufgebaut würden, wollte Manfred Seeboldt (CSU) wissen. Bürgermeister Zeislmeiers Antwort, die Montage sei für das Frühjahr 2005 geplant, machte den Weg zur einstimmigen Zustimmung frei.

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