Mauerstetten
Einheimische erhalten Prämie

Einstimmig hat der Gemeinderat Mauerstetten in seiner jüngsten Sitzung sein neuartiges «Fördermodell für Einheimische» verabschiedet. In der vorangegangenen Sitzung hatten die Gemeinderäte bereits einen Beschluss entworfen, in dem allerdings zwei Punkte strittig waren und kontrovers diskutiert wurden.

Bürgermeister Armin Holderried regte an, die vorgeschlagenen 15 Jahre, die jeder Antragsteller in Mauerstetten verbracht haben muss, um eine Förderung für seine Immobilie zu erhalten, auf zehn Jahre herabzusetzen. «Junge Familien, die in den Ort ziehen, sollten wir bereits nach zehn Jahren finanziell unterstützen», so Holderried. 15 Jahre halte er für zu lange. Einige Gemeinderäte plädierten jedoch dafür, es bei dieser Zeitspanne zu belassen. «Ich bin dafür, Einheimische zu fördern, und nicht Hergezogene», erklärte Manfred Höbel. Für Einheimische, die hier geboren sind, seien 15 Jahre keine lange Zeit. In einer Vorabstimmung sprachen sich sieben von 14 anwesenden Gemeinderäten gegen eine Herabsetzung auf zehn Jahre aus. «Dann ist der Vorschlag nicht konsensfähig», gab Armin Holderried nach.

Werner Höbel fragte zudem an, ob Antragsteller 15 Jahre durchgehend in Mauerstetten wohnen müssten oder auch mit Unterbrechungen Anspruch auf einen Fördersatz erheben könnten. «Ich finde, das sollte auch mit Unterbrechungen möglich sein», erklärte Holderried. Auch hier lagen unterschiedliche Meinungen vor. «Wer 15 Jahre hier gewohnt hat, für 30 Jahre weggeht und dann wiederkommt, sollte keine Prämie erhalten», meinte Peter Niederthanner.

«Wer bis 18 hier wohnt und erst mit 60 wiederkommt, sollte auch gefördert werden», entgegnete Willi Reiß. Letztlich rangen sich die Gemeinderäte dazu durch, jedem unter die Arme zu greifen, der seit 15 Jahren in Mauerstetten wohnt - egal, ob mit oder ohne Unterbrechung.

Die zweite Diskussionsrunde drehte sich um das vorgeschlagene Höchstalter von 45 Jahren, bis zu dem Antragsteller eine Förderung erwarten können. Armin Holderried plädierte dafür, das Höchstalter wegzulassen. «Auch die, die mit 60 ihr Haus an ihre Kinder übergeben, sollten in das Programm aufgenommen werden», war der Bürgermeister überzeugt. Schließlich wolle man Alt und Jung am Ort halten. Die Gemeinderäte entschieden sich letztlich für eine Höchstgrenze von 45 Jahren. Wer sein Haus an seine Kinder weitergibt und älter als 45 ist, erhält jedoch auch eine Prämie.

Das Modell tritt nun zum ersten Januar 2010 in Kraft. Holderried betonte nochmals, dass kein Antragsteller einen Rechtsanspruch auf Förderung habe. «Es handelt sich um eine freiwillige Leistung der Gemeinde», so Bürgermeister Armin Holderried.

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