Eine Sechs für Bildungspolitik

Kempten(bec). - Freitag, 13., Zeugnistag für alle bayerischen Schüler - und für die Bayerische Staatsregierung: Bei einer Demonstration zum Thema 'Schlechte Noten für Bayerns Bildungspolitik' stellten Lehrer-, Eltern- und Schülervertreter gestern den Politikern ein Zeugnis aus. Und weil das alles andere als gut war, gab's obendrein noch Hausaufgaben. Landtagsmitglied Adi Sprinkart (Grüne) nahm die Schelte stellvertretend entgegen.

'Vorrücken stark gefährdet' attestierten Schülerorganisation Kempten-Oberallgäu, Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband, Bayerischer Philologenverband, Bayerischer Realschullehrerverband, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie Arbeitsgemeinschaft bayerischer Junglehrer der Regierung: In Sachen G8 hagelte es in den Fächern 'Informationspolitik', 'Fürsorgepflicht', 'Akzeptanz von Kritik' und 'Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit' jeweils ein 'Ungenügend'. Die einzig gute Note - eine Zwei - gab's in 'Sparen auf Kosten der Bildung'. 'Wer im Zeugnis so schlecht ist, muss mehr Hausaufgaben machen', hieß es von den Organisatoren. Und so wurden - säuberlich in einen Schulranzen gepackt - unter anderem die Forderungen laut: Mehr Mitbestimmung bei bildungspolitischen Entscheidungen, eine Neudefinierung der Arbeitszeiten für Lehrer und keine weiteren Stundenkürzungen. Sprinkart, der selbst über einen 'bildungspolitischen Vandalismus' schimpfte, schulterte schließlich den Schulranzen und versprach: 'Ich werd's an Frau Hohlmeier weitergeben. Ob die Hausaufgaben allerdings gemacht werden, kann ich nicht versprechen.'

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