Maria-Thann
Eine «pfundige Botschaft» vom Bischof

Seit mittlerweile mehr als 50 Jahren wird Monat für Monat in der Wallfahrtskirche Maria-Thann der Fatima-Tag gefeiert. Zahlreiche Gläubige aus der näheren und weiteren Umgebung pilgern dann in den Hergatzer Ortsteil, um der traditionellen Wallfahrtsmesse beizuwohnen. Am Samstag kam mit dem Augsburger Bischof Walter Mixa ein prominenter Pilger ins Westallgäu und zelebrierte im voll besetzten Gotteshaus - zusammen mit den Konzelebranten Dekan Monsignore Ortwin Gebauer, Ortspfarrer Martin Weber und Pfarrer im Ruhestand Martin Geiger - ein Pontifikalamt.

Der Grund für diesen hohen Besuch war aber nicht alleine der Fatima-Tag sondern auch der endgültige Abschluss der Kirchenrenovierung (wir berichteten).

In einem von den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine und der Musikkapelle Maria-Thann begleiteten Festzug gaben zahlreiche Ministranten und Bürger ihrem Bischof das Geleit in die Pfarrkirche, wo Ortspfarrer Martin Weber an die Anfänge des Maria-Thanner Fatima-Gebetes in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts erinnerte: «Ein geteiltes Europa, der kalte Krieg - die Botschaft von Fatima war damals wichtig und hat auch heute nichts von ihrer Dringlichkeit eingebüßt.»

In der heimeligen, aber adventlich-festlichen Atmosphäre der kleinen Wallfahrtskirche zeigte sich Bischof Walter Mixa von einer sehr persönlichen Seite und suchte immer wieder - auch während des Gottesdienstes - das direkte Gespräch mit Ministranten, Musikern und Konzelebranten. Dabei wies er eindringlich darauf hin, «ein positiv und qualitativ gestaltetes Leben» zu führen - im Sinne der Botschaft von Fatima, die bis heute «nicht obsolet» sei. «Wir sind aufgefordert, für andere, aber auch für den Frieden in der Welt zu beten», so der Bischof, der zudem auf die große Zahl weltweit verfolgter Christen hinwies.

Bischof Mixa warnte davor, eine reine, auf die Naturwissenschaften reduzierte Deutung des menschlichen Daseins zu verfolgen: «Die Botschaft des Glaubens verkündet: Du Mensch, du bist kein Zufallsprodukt menschlicher Entwicklungsgeschichte, sondern von Gott gewollt.» Und an die Ministranten unmittelbar vor ihm gewandt: «Ist das nicht eine - um in der Sprache der Jugend zu bleiben - «pfundige» Botschaft?»

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