Ofterschwang
Eine Million Euro fließt in Speicherteich

Als «sehr sportlich» bezeichnete Bürgermeister Alois Ried bei der Verabschiedung des Haushalts das Budget 2010: Mit 3,7 Millionen Euro ist das Investitionsvolumen heuer ein ganzes Stück höher als in den vergangenen Jahren. Das Gesamtvolumen des Haushalts beträgt gar 9,6 Millionen Euro. Mit rund 1,5 Millionen Euro schlägt der Kauf eines alten Bauernhauses inklusive Grund und einem Ferienwohnungshaus von einer Erbengemeinschaft zu Buche (wir berichteten).

Zudem will die Gemeinde Ofterschwang eine Million Euro Kapital in die Gesellschaft der Hornlifte Ofterschwang-Gunzesried einbringen, um diese beim Bau eines Beschneiungsteiches zu unterstützen. Weitere Gelder fließen unter anderem in das Feuerwehrwesen, den Neubau der Kinderkrippe oder die Sanierung des Gemeindezentrums (siehe Grafik).

Gebühren und Steuern: Keine Erhöhung im Jahr 2010

Zusätzliche Belastungen auf die Bürger kommen nur eingeschränkt zu: Gebühren werden im Jahr 2010 nicht erhöht, auch bleiben die Steuerhebesätze unverändert. Aber: Der Kurbeitrag steigt um 25 Cent pro Übernachtung ab dem 1. Dezember 2010 zur anteiligen Finanzierung der Kapitalaufstockung an den Hornliften.

Christine Mayland, Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft der Hörnergruppe, betonte aber: Der Kurbeitrag sei nach wie vor weit niedriger als in anderen Gemeinden. Sie kündigte allerdings zudem schon jetzt an: Ab 2011 müssten die Bürger mit höheren Kanalgebühren rechnen. Hintergrund: Der Abwasserverband Obere Iller (AOI) stellt sein Umlageverfahren um, wonach die Umlage ab 2011 nicht mehr nach Einwohnern, sondern nach dem Trockenwetterabfluss berechnet wird (wir berichteten). Um die Umlage möglichst gering zu halten, soll heuer das Kanalnetz untersucht und gegebenenfalls saniert werden - 50000 Euro sind in den Haushalt eingestellt.

Mit 182000 Euro sei die freie Finanzspanne der Gemeinde zwar nicht extrem hoch, erläuterte Mayland. Aber: Sämtliche Unterhaltsmaßnahmen seien bereits im Budget eingeplant und in kaum einer Gemeinde sei die Infrastruktur so intakt wie in Ofterschwang. Auch heuer fließen wieder planmäßig 70000 Euro in den Straßenunterhalt.

Schuldenstand beträgt bis zum Jahresende 2,8 Millionen Euro

Bis Ende 2010 soll der Schuldenstand um 45000 Euro im Vergleich zum Jahr 2009 zurückgehen. Dann beträgt der Ofterschwanger Schuldenstand 2,8 Millionen Euro.

Zurückgreifen will die Gemeinde heuer allerdings auf einen Teil der Rücklagen: Bei einer geplanten Entnahme von 600000 Euro betragen die Rücklagen zum Jahresende voraussichtlich 120000 Euro. Der Gesetzgeber schreibt in Ofterschwang eine Mindestrücklage von 40000 Euro vor.

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