Stiefenhofen / Oberstdorf
Eine Brücke zwischen Medizin und Spiritualität

Einen Brückenschlag zwischen Medizin, Psychotherapie und Spiritualität hat sich die neu gegründete «Dr. Georg Reisach Akademie» auf ihre Fahnen geschrieben. Gegründet wurde sie von Freunden und Förderern der Hochgrat-Klinik in Stiefenhofen und der Adula-Klinik in Oberstdorf. Zu ersten Vorträgen kamen über 200 Besucher. Mit Professor Gerald Hüther referierte ein bekannter Hirnforscher populär über die «Spiritualität aus neurobiologischer Sicht».

Den Patienten als «ganzheitliches, Sinn suchendes und damit auch spirituell begabtes Wesen» zu begreifen, das haben sich die beiden Kliniken zur Vorgabe gemacht und das ist auch Gegenstand der Arbeit der Akademie. Insbesondere durch den Beirat, in dem sich Fachleute aus dem gesamten deutschsprachigen Raum finden, soll die Arbeit der Akademie gefördert werden.

Zu Beginn umfasst der Beirat 17 Mitglieder aus den Bereichen Wissenschaft, Medizin, Wirtschaft, Kultur und Publizistik. Eine Ausbildungstätigkeit im Rahmen der Akademie wird es nicht geben, wohl aber Vorträge, von denen einerseits die Mitarbeiter der Kliniken profitieren sollen, andererseits aber auch Besucher. Denn die Vorträge wenden sich «verstärkt auch an die Öffentlichkeit», so Dr. Georg Reisach, der als Gründer und Geschäftsführer der beiden Kliniken Namensgeber der Akademie ist.

Zudem ist jährlich ein Treffen in der Hochgrat-Klinik im Stiefenhofener Ortsteil Wolfsried geplant. Die Initiative zur Gründung der Akademie ging vom ärztlichen Direktor der Klinik, Professor Joachim Bauer, aus. Er betonte, dass «es vielerorts Einschränkungen medizinischer Qualität aufgrund des wirtschaftlichen Drucks» gäbe, aber: «Unsere Kliniken gehen diesen Weg nicht».

Mit Professor Gerald Hüther gehört ein renommierter Hirnforscher, der in Göttingen und Heidelberg arbeitet, zu den Beiratsmitgliedern. Er war nach Stiefenhofen gekommen und begeisterte die Zuhörer. Hüther verstand es, wissenschaftliche Erkenntnisse «volksnah» zu verdeutlichen. So stellte er fest: «Es könnte sich viel ändern in der Therapie, wenn wir es schaffen würden, zu begeistern».

Elementar sei der Wunsch jedes Menschen, sich fortzubilden und zu einer Gemeinschaft zu gehören.

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