Ein wunderbares Fest, das Menschen zusammenführt

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Fischen/Hirschegg/Oberallgäu | ho | Nach altüberlieferter Tradition feierten auch die Christen im südlichen Oberallgäu das Fest der Geburt Christi. Beim Schein vieler Kerzen hörten sie in den reich geschmückten Gotteshäusern bei Festgottesdiensten und Christmetten die Weihnachtsbotschaft.

So auch in der katholischen Pfarrkirche St. Verena in Fischen, wo Pfarrer Helmut Kempter in seiner Weihnachtspredigt über den 'Tausch Gottes nach unten' reflektierte. Denn an Weihnachten, erklärte Pfarrer Kempter, 'feiern wir den größten Tausch aller Zeiten': Selbst wenn Gott, das höchste Wesen, 'als König in Macht und Herrlichkeit gekommen wäre, wäre es für ihn ein Abstieg gewesen. Er kam jedoch als hilfloses Kind in einem Stall zu uns. Unbegreiflich - er wollte es so haben wie die Armen.'

Dieser Tausch Gottes nach unten durch die Geburt Jesu beinhalte alle Konsequenzen unseres Daseins, betonte der Fischinger Pfarrherr: 'Jesus durchwandert nämlich wie jeder Erdenbürger das Tal der menschlichen Mühsal.' Er habe diese Durststrecke durchschritten, 'damit wir Menschenkinder Gotteskinder werden. Unser Tausch nach oben ist nur möglich durch den Tausch Jesu nach unten', so Pfarrer Kempter.

Sein eindringlicher Appell an die Kirchengemeinde: 'Wie Jesus sich für die Menschen - besonders für die Armen und Kranken - hingab, wollen auch wir uns durch unseren Einsatz für andere hier in der Heimat oder in anderen Kontinenten hingeben.' Wenn dies im kommenden Jahr gelinge, so der Geistliche weiter, 'schenken wir dem anderen mehr als das größte Weihnachtspaket, nämlich uns selbst, unser Leben. Dann haben wir selbstlos wie Gott nach unten getauscht.'

In der Kreuzkirche zu Hirschegg betonte der evangelische Pfarrer Hartmut Lauterbach bei seiner Predigt am Heiligen Abend, dass Weihnachten im Kleinwalsertal mit tief verschneiter Winterlandschaft, Glockengeläut und geschmückten Häusern sehr stimmungsvoll sei. 'Mit dem Weihnachtsfest und mit der Geburt Jesu Christi werden tiefste Sehnsüchte in uns Menschen angesprochen. Die Sehnsucht nach Frieden, die Sehnsucht danach, dass es allen Menschen gut gehen möge', sagte Lauterbach. Weihnachten sei ein Ritual, das jedes Jahr in allen Familien neu gefeiert wird.

Der Geistliche sprach von dem Wunder, das von der Weihnachtsgeschichte ausgehe: 'Maria, Josef, die Hirten und später die Könige stehen und sitzen an der Krippe beisammen. Da redete ein weit gereister König mit einem einfachen Hirten.' Denn: 'Gott kommt zu den Menschen, er selbst wird Mensch, und er führt sie zusammen - damals an der Krippe und auch heute in den Wohnzimmern dieser Welt.'

Der Zauber dieser Nacht sei ungebrochen; er halte sich beharrlich seit 2000 Jahren, unterstrich Hartmut Lauterbach weiter. Und: 'Es ist fürwahr ein wunderbares Fest, das Sehnsüchte und Wünsche erfüllt - und Menschen zueinander führt.'

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