Ein Verein auf der Suche nach neuen Aufgaben

Nesselwang (dim). - Im Verein für ambulante Krankenpflege in Nesselwang hat eine neue Ära begonnen. So wies Vorsitzender Oswald Kainz die Mitglieder bei der Jahresversammlung darauf hin, dass man von jetzt ab keine langen Berichte über die Geschäftstätigkeit mehr erwarten dürfe und sich intensiv mit dem Thema befassen müsse, welche Aufgaben der Verein in Zukunft wahrnehmen wolle. So bleibe diesmal auch Zeit für einen Reisebericht über Neuseeland von Friedrich Ostheimer. Zunächst verlas Schriftführerin Cornelia Eger das Protokoll der letztjährigen Versammlung. Anschließend unterrichtete Vorsitzender Oswald Kainz die Mitglieder darüber, dass sich die Übergabe der Geschäfte an die Füssener Sozialstation als zeitaufwändiger als gedacht erwiesen habe. Viele Dinge hätten im Nachhinein noch abgewickelt werden müssen. Außerdem, so der Vorsitzende weiter, wäre es in Zukunft für den Verein sehr hilfreich, wenn man von allen Mitgliedern Einzugsermächtigungen bekäme, damit die Beitragserhebung leichter werde und man sich Verwaltungsaufwand ersparen könne. Ein wichtiges Thema für den Verein sei die Frage: 'Welche Aufgaben können wir in Zukunft übernehmen?', so Kainz weiter. Auf keinen Fall wolle man bestehende Initiativen überlagern oder anderen Institutionen Konkurrenz machen. Man werde mit allen im Sozialbereich Beteiligten zusammenkommen, um ganz genau zu klären, wer in Zukunft was mache. Dass die Inanspruchnahme von sozialen Diensten in Nesselwang zurückgegangen sei, liege sicher nicht nur an der gut funktionierenden Nachbarschaftshilfe, sondern zeuge auch von finanzieller Unsicherheit. Aber: 'Ehrenamtliche Dienste sind grundsätzlich kostenlos, dafür sind wir ja da.' Wichtige Aufgaben des Vereins, so Kainz weiter, seien die Gratulationen ab dem 70. Geburtstag, die allerdings nur Mitgliedern zugute kämen. Sehr wichtig sei aber auch der vom Verein angebotene kostenlose Fahrdienst, beispielsweise für Einkäufe oder Arztbesuche. Dieser müsse allerdings noch besser bekannt gemacht werden. Peter Richter, Pflegedienstleiter der Sozialstation Füssen, informierte die Anwesenden darüber, dass man zurzeit 240 Patienten ambulant betreue und von Nesselwang 23 Patienten sowie auch Personal übernommen habe. Leider sei die Inanspruchnahme des Dienstes in Nesselwang zurückgegangen. 'Ich appelliere an alle, sich zu trauen. Wir stehen für Anfragen gerne zur Verfügung.' Oft wende man sich erst an die Sozialstationen, wenn es bereits zu spät für wirksame Hilfe sei.

Finanziell auf gesunden Beinen Kassier Gerhard Korn erstattete anschließend den Kassenbericht, der Einnahmen und Ausgaben von über 40000 Euro auswies. Mit seinen Rücklagen, so Korn, stehe der Verein auf gesunden Beinen. Kassenprüfer Manfred Hailer bestätigte die ordnungsgemäße Kassenführung und beantragte die Entlastung von Kassier und Gesamtvorstandschaft, die einstimmig erfolgte. Der Leiter der Sozialstation Marktoberdorf, Ludwig Bertl machte die Anwesenden darauf aufmerksam, dass seine Einrichtung seit einiger Zeit eine Familienpflegerin beschäftige. Analog zu der bereits bekannten Dorfhelferin springe diese ein, wenn in einer Familie die Mutter ausfalle. Nähere Informationen unter Telefon (08342) 98449.

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