Ein Stück Heimat in neuem Glanz

Ingenried | kau | Mit einem Festakt beging der Heimat- und Kulturverein Ingenried das 250-jährige Bestehen der Kapelle St. Sebastian. Pünktlich zu diesem Jubeltag waren die teuren und langwierigen Reparaturarbeiten und die künstlerischen Ausgestaltungen des Kleinods fertig gestellt. Stolz wurden auch die ersten fünf sogenannten Bruderschaftsstangen präsentiert, die eine alte Tradition wiederbeleben sollen.

Unglaubliches Pensum

'Eine Handvoll Wohlgesonnene und Du kannst die Welt verändern!' Mit diesem Sprichwort erklärte der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Ingenried, Josef Freuding, das unglaubliche Arbeitspensum der Vereinsmitglieder in den vergangenen Jahren. So habe zwar die Arbeit an der St. Sebastian-Kapelle immer im Zentrum der Vereinsbemühungen gestanden. Die Leistungsbreite sei aber auch bei der Friedhof- und Leichenhausverschönerung, diversen Wegkreuzinstandsetzungen, Arbeiten am Weiherstadel und dem Jugendstadel, bei Fahrradkorsos und bei der Kreation von 'Land-Art' sichtbar unter Beweis gestellt worden.

Zweiter Vorsitzender Willi Feneberg gab den Gästen einen historischen Überblick über den Werdegang der St. Sebastiankapelle (siehe Info-Kasten).

Zur Finanzierung der jetzt abgeschlossenen Sanierung hatte der Heimat- und Kulturverein vielfältige Aktionen initiiert.

Bürgermeister Maximilian Haug sprach in diesem Zusammenhang von einem ermutigenden Signal für die Werteerhaltung in einer schnelllebigen Zeit. Die Gemeinde habe seit 1990 etwa 125 000 Euro investiert, so Haug. Und dieses Geld sei gut angelegt. Ein kleines Kunstwerk und ein Stück Heimat stehe den Ingenriedern und anderen Besuchern zur inneren Einkehr und zu festlichen Anlässen zur Verfügung. Josef Freuding und seine Mitarbeiter bezeichnete Haug als wahre Heimatpfleger und Künstler.

Fünf Bruderschaftsstangen

Mit der Präsentation der fünf Bruderschaftsstangen soll eine alte Tradition wiederbelebt werden, wonach bei Prozessionen, von der Bruderschaft gewählte Personen, diese künstlerisch gearbeiteten Stangen tragen. Ziel ist es, zwölf solcher Stangen, in Anlehnung an die zwölf Apostel, anzuschaffen. Hier hofft der Verein Heimat und Kultur auf freigiebige Spender, da der Künstler Korbinian Waldenfels für jede Stange etwa 40 Stunden Arbeitsaufwand hat, wofür er 500 Euro erhalten soll.

Der Musikverein Ingenried, unter Leitung des Dirigenten Matthias Waibel, begleitete mit feierlichen Klängen den Festakt.

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