Ein Star wie Eros kommt nicht allein

Kempten (him). - Die Helfer lachen, machen Späße und singen zwischendurch bei der Arbeit. Und das, obwohl sie schon seit 6 Uhr auf den Beinen sind. Dabei schuften sie hart. Denn es gilt, die Bühne für einen der ganz großen Namen aus dem Musikgeschäft aufzubauen. Schließlich soll der Auftritt des italienischen Stars Eros Ramazotti vor Tausenden von Fans auch den richtigen Rahmen erhalten. Dazu wurde gestern jeder der 140 Helfer gebraucht. Der örtliche Veranstalter Allgäu Concerts stellte davon rund 60 Mann. Ein gewaltiger Aufwand für einen einzelnen Sänger. Doch bei Stars der Kategorie Ramazotti mittlerweile völlig normal. Die meisten Mitarbeiter sind Italiener, die die Tour ständig begleiten. Und das südliche Flair ist beim Aufbau deutlich zu spüren: Die Atmosphäre ist locker, ohne großes Murren packen alle gemeinsam mit an. Insgesamt fahren acht Trucks nacheinander in die Halle und werden entladen. Außerdem bauen die Helfer eine gigantische Bühne mit einer großen Scheinwerfer-Landschaft auf. Die Crew hat mit ihrem ganzen Equipment eine weite Reise hinter sich: von dem letzten Tourort Lissabon über Mailand nach Kempten. 'Für das Bühnendesign der Show muss die Bühne nach vorn erweitert und mit zusätzlichen beweglichen Podesten ausgestattet werden', erklärt Claus Volland, der als technischer Koordinator für den Veranstalter der Eros-Tour Marek Lieberberg & Musicland arbeitet. 'Außerdem wird eine etwa fünf Tonnen schwere Videoleinwand angebracht und eine Kamera an einer ferngesteuerten Glaskugel liefert interessante Perspektiven', beschreibt Volland die Spezialeffekte der Show.

Flexible Big Box ideal Drei bis vier Trucks sind allein mit Dekoration beladen. Da die Bühne wie eine kleine Landschaft gestaltet wird, ist viel Material nötig. Die Instrumente der Band sind in ein steinernes Trümmerfeld integriert. Ein Flügel schwebt von der Decke herab, Laternen säumen die Bühne. 'Für so aufwendigen Effekte ist die Big Box ideal, man kann die Halle flexibel nutzen', so der 36-jährige Volland. Nach der Show, wenn sich Eros im Hotel ausruht, geht für die 140 Helfer die Arbeit weiter. Bis 3 Uhr nachts muss alles wieder abgebaut sein. 'Aber mit den Jungs macht die Arbeit Spaß. Die südliche Mentalität ist sehr angenehm. Sie machen kein Theater, wenn mal was schief läuft, wie etwa die Amerikaner oder Engländer', weiß Volland aus Erfahrung. Die Italiener seien eben Meister im Improvisieren. 'Außerdem halten sie zusammen wie in einer richtigen Familie.' Das zeigt sich auch beim Essen. Tourkoch Paolo sorgt für Stärkung während der harten Arbeit: So stehen schon früh morgens Kaffee und Croissants bereit. 'Auch Eros geht locker mit der Crew um', so Volland. Und von seinem Publikum will sich der italienische Star ebenfalls nicht distanzieren. Deshalb wird nur ein kleiner Graben zwischen ihm und den Fans freigelassen. 'Genauso wie die Crew ist Eros unkompliziert, kein Spinner. Sondern einfach ein netter Kerl', bemerkt Volland zufrieden.

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