Ein Sopran für das Lindauer Tierheim

Anrührendes und abwechlungsreiches Benefizkonzert in der Scheidegger Gallus-Kirche Scheidegg (gru). 'Rettet das Lindauer Tierheim' - unter diesem Motto veranstaltete eine Westallgäuer Künstlergruppe ein Benefizkonzert in der St.-Gallus-Kirche in Scheidegg. Zum Einstieg erfüllte mit dem 'Orgelsolo Allegro Pomposo' von Thomas Adams voller Orgelklang den Kirchenraum. Andreas Mayer, der für den erkrankten Hans-Dieter Schlosser kurzfristig eingesprungen war, war den Anforderungen eines Solisten und als Begleiter dennoch voll gewachsen.

Es war ein sehr reichhaltiges und abwechslungsreiches Programm, das die Künstler für den guten Zweck auf die Beine gestellt haben. Schade nur, dass sich alles auf der oberen Empore der Orgel abspielte und dem Blick des Publikums entzogen war. Aber so könne man sich ganz auf die Musik konzentrieren, meinte Pfarrer Karl Meisburger. Mit ihrem weichen und doch vollen Sopran bot Ruth Kurer-Knapp gemeinsam mit der kräftigen Tenorstimme Xaver Keims viele schöne Duette, wie von Felix Mendelssohn-Bartholdy 'Das ist der Tag des Herrn' und 'Zion streckt ihre Hände aus' aus dem Oratorium 'Elias', oder 'Süße Stille' von Georg Friedrich Händel. Getragen interpretierte Xaver Keim die bekannte Arie 'Selig sind die Verfolgung leiden' und 'Ich bete an die Macht der Liebe'. Wie auf Bestellung erstrahlte das Altarbild des gekreuzigten Jesu in der Abendsonne und zog die Blicke der Zuhörer magisch an beim Sopransolo 'Meine Seele hört im Sehen' von Händel, dezent unterstützt durch Geige und feinen Orgelklang'. Mit sicherer Bogenführung und virtuosem Spiel überzeugte Renate Schlosser auch bei zwei Soli von Philipp Telemann und beim Duett mit Andreas Mayer an der Orgel bei einer Sonata von William Defesch. Der helle Geigen- und der warme Orgelton verschmolzen zu einem harmonischen Ohrenschmaus. Mit passenden Texten von Franz von Assisi bis zu irischen Gebeten führte Berthold Knapp durch das Programm. Dabei prangerte er auch die israelische Politik gegenüber den Palästinensern an, denn 'hinter Mauern wächst kein Friede' - eine passende Überleitung zum Lied 'Jerusalem'. Wohltuend bei diesem Konzert die Ruhe zwischen den einzelnen Musikstücken, denn der Applaus war erst zum Schluss erwünscht und wurde dort auch dankbar gespendet. Mit einem 'Nachtgebet für Tiere' ermunterte Berthold Knapp die Zuhörer, hierbei ihren Dank abzustatten.

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