Investition
Ein neues Tor zur Neugablonzer Mitte

Es handelt sich um eines der größten Einzelprojekte des Gablonzer Siedlungswerks (GSW): Die Wohnungsbaugenossenschaft möchte die Wohnblöcke Nummer 105 bis 115 in der Sudetenstraße abreißen und neu bauen lassen. «Damit würde sich das Tor zu Neugablonz komplett verändern», so GSW-Geschäftsführer Gerhard Stolzenberger. Das Vorhaben könnte in den nächsten zwei bis drei Jahren abschnittsweise verwirklicht werden. Die Kosten werden mit mindestens fünf Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt angegeben.

Nicht mehr zeitgemäß

Das GSW investiert damit weiter massiv in seinen Wohnungsbestand, nachdem das Großprojekt in der Hüttenstraße («Wohnen in allen Lebensphasen») wie berichtet abgeschlossen wurde. Die 1955 gebauten 40 Wohnungen in der Sudetenstraße sind nach Angaben des GSW-Geschäftsführers sanierungsbedürftig und wegen ihrer Zuschneidungen, Größen, den Nachtspeicherheizungen sowie der unzureichenden Wärme- und Lärmdämmung nicht mehr zeitgemäß. Es handelt sich mit um die ersten Wohnanlagen, die das GSW einst baute. Lange sei überlegt worden, ob die zum größten Teil schon leer stehenden Blöcke mit sechs Hauseingängen sowie Carports und Garagen saniert oder abgerissen werden (wir berichteten). Die Entscheidung fiel zugunsten eines Neubaus, da der Kostenunterschied nicht sehr groß sei und im Fall von Modernisierungsarbeiten die Wohnqualität für die verbliebenen Mieter eine Zeit lang deutlich geschmälert wäre.

«Was wir planen, lässt sich eigentlich auch nur über einen Neubau verwirklichen», so Stolzenberger. «Wir wollen das Beste für das Neugablonzer Zentrum.» Der Grund: Für Autofahrer und Fußgänger, welche die Sudetenstraße herunterkommen, stelle dieser Bereich so etwas wie den Eingang zu Neugablonz dar.

Geplant ist für das deutlich über einen Hektar große Areal ein Realisierungs- und Ideenwettbewerb, in den auch der Bereich um die Wohngebäude Erlenweg 2, 4, 6 und 8 mit einbezogen ist. Während die Pläne an der Sudetenstraße so schnell wie möglich umgesetzt werden, sollen die Architekten für die Gestaltung des angrenzenden Gebäudeumfeldes am Erlenweg Visionen entwickeln.

«Wir werden nichts übers Knie brechen», sagt Stolzenberger. Der Zeitplan sehe für dieses Jahr den Realisierungs- und Ideenwettbewerb vor. Ende 2010, Anfang 2011 könnte mit dem Abbruch begonnen werden.

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