Füssen
Ein Mann des Worts

Willy Astor ist ein Meister seines Faches - was darin besteht, sein Publikum mit geistreichen Wortspielen und virtuosem Gitarrenspiel zum Lachen zu bringen. Und genau dies tat Astor auch im Festspielhaus.

Gut 1000 Zuschauer folgten der etwa zweieinhalbstündigen Show «Sound of Islands». Dabei spendete das Publikum nicht nur dem Meister selbst einen tosenden Applaus samt heftigen Fußgetrampel, sondern auch seinen kongenialen Partnern auf der Bühne, Martin Kälberer (Piano, Perkussion) und Titus Vollmer (Gitarre, Kontrabass).

Einen seiner «Freunde» bekamen die Zuschauer an diesem Abend jedoch nicht zu Gesicht. Der Harfenspieler Kiko Pedrozo konnte wegen Krankheit nicht auftreten.

Mit der Titelmelodie des Films «Der dritte Mann», dem Beatles-Song «Here comes the sun» und dem Stück «Ndudu», das er auf einer afrikanischen Gitarre zum Besten gab, schickte Astor das Publikum auf eine «Reise durch verschiedene Kontinente» und stellte zuerst Kälberer unter lautem Applaus vor, bevor er kurze Zeit später Vollmer auf die Bühne bat.

Exzellente Darbietungen

Was anschließend kam, waren zum großen Teil exzellente Darbietungen der Drei, zwischen denen Astor immer wieder geistreiche Kommentare einschob, die oftmals für kräftige Lacher des Publikums sorgten. Daher fiel es Astor zunehmend leicht, seinerseits den Zuschauern Schmeicheleinheiten zukommen zu lassen: «Es macht mir sehr viel Spaß, für Sie zu spielen.»

Mancher Liedtitel wie zum Beispiel «My dear Sir singing club» («Mein lieber Herr Gesangsverein» frei übersetzt) und «Bossa me mucho» gab dabei Zeugnis von Astors Wortwitz ab, mit dem er immer wieder einen offenen Teil des Bühnenbodens auf die Schippe nahm, da dieser gar nicht gut für das Feng-Shui im Saal sei. Ganz so schlimm sei dies dann aber auch wieder nicht, denn er habe ja nur «Hauptschui.

» Dieserart erlebten die Besucher schließlich auch nach einer 20-minütigen Pause ein dicht gedrängtes Programm mit Walzertönen, orientalischen Klängen, Flamencomusik und als Zugabe mit dem «Curry-Landler» ein Stück «zur bayerisch-indischen Völkerverständigung.»

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