Scheidegg
«Ein Leuchtturm» unter den Kliniken

Frank J. Alemany spricht von einem «Leuchtturm». Damit meint der Geschäftsführer des privaten Klinik-Betreibers Paracelsus die Scheidegger Einrichtung seines Konzerns. Die Fachklinik für Rehabilitation, gynäkologische und internistische Onkologie erweitert jetzt ihr Angebot um eine ambulante Krebstherapie - die erste im Landkreis.

Die Paracelsus-Klinik hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem führenden onkologischen Fachzentrum in Süddeutschland entwickelt. 2008 erweitert, stehen mittlerweile 200 Einzelzimmer zur Verfügung. Das Haus genießt einen exzellenten Ruf - seit dem Umbau ist die Klinik ausgebucht. Im vergangenen Jahr wurden in Scheidegg über 3000 Menschen nach Krebserkrankungen behandelt.

Schwerpunkte hat die Klinik in der Gynäkologie und Gastroenterologie (Magen-Darm-Trakt und die damit verbundenen Organen). So kommen jedes Jahr über 2300 Brustkrebs-Patientinnen nach Scheidegg. Die Spezialisierung, die der ärztliche Leiter Professor Dr. Rudolf Schröck früh vorangetrieben hat, macht sich bezahlt. «Sie erwerben durch die Spezialisierung in allen Bereichen hohe Kompetenz», erklärt Prof. Schröck. Mittlerweile verweisen über 340 Kliniken aus der ganzen Republik Patientinnen nach Scheidegg.

Das Fachwissen im Bereich der Onkologie bietet die Klinik jetzt auch ambulant an. Chefarzt Dr. Joachim Hass hat die entsprechenden kassenärztlichen Zulassungen erhalten. Dazu gehören Sprechstunden, Diagnostik, Chemo- und Antikörpertherapie. Zudem sieht Dr. Hass das Angebot als Möglichkeit für Patienten, sich nach einer Krebsdiagnose eine zweite Meinung einzuholen.

Seit 1987 gehört die Einrichtung zu den Paracelsus-Kliniken. «Scheidegg ist eine unserer besten Kliniken», sagt Frank J. Alemany, der bei dem Klinikkonzern für die Reha-Einrichtungen zuständig ist. Untermauern lässt sich das mit Zahlen. Seit fünf Jahren ermittelt die Klinik, wie zufrieden die Patienten sind. Im vergangenen Jahr sind die ohnehin schon sehr guten «Noten» für Behandlung, sowie die ärztliche und die psychologische Betreuung noch einmal besser geworden.

Für jeden nachzulesen ist der Qualitätsbericht im Internet. «Wir pflegen völlige Transparenz», beschreibt Verwaltungsdirektor Matthias Schindler das Vorgehen.

Bei der Therapie setzt die Klinik seit Jahren auf einen ganzheitlichen Ansatz. Berücksichtigt werden also auch emotionale, psychische und kreative Aspekte. «Eine Krebserkrankung beeinträchtigt immer den ganzen Menschen», erklärt Prof. Dr. Schröck den Grund. Er gilt als ein Wegbereiter moderner KrebsRehabilitation mit Schwerpunkt Psychoonkologie. In Scheidegg steht denn auch die ganze Bandbreite an ärztlicher, pflegerischer und therapeutischer Rehabilitation zur Verfügung.

«Wir arbeiten ständig daran, noch besser zu werden», beschreibt Verwaltungsdirektor Schindler den Anspruch der Einrichtung. So wurde 2009 ein Therapieprogramm zur «Gewichtsnormalisierung» entwickelt. Sport, Bewegung, Ernährungsberatung und psychologische Betreuung gehören dazu. Überhaupt widmet die Klinik den Themen Ernährung und Bewegung großes Augenmerk. «Bewegung hat nachweislich einen positiven Wirkung auf die Patienten» (Dr. Schröck). Nicht zuletzt deshalb wird heuer die Sporttherapie ausgebaut. Das ermöglicht kleinere Gruppen und ein differenzierteres Angebot.

Schließlich sollen noch möglichst viele Menschen die Vorteile eines «medizinischen Leuchtturms» kennenlernen.

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