Buchloe
Ein Leckerbissen zum Abschluss

Mit einem großen Abschlusskonzert gehen am Sonntag, 7. Februar, um 19 Uhr die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Steinmeyer-Orgel in der Buchloer Stadtpfarrkirche zu Ende. Es ist eine Premiere und eine Herausforderung zugleich. «Wir haben nie zuvor hier in Buchloe ein größeres Konzert für Orgel und Orchester aufgeführt», sagt Kirchenmusiker Thorsten M. Schmehr. Und so könnte es auf der Empore vor lauter Musiker ein wenig eng werden: Neben Schmehr sind die Solisten Wolfgang Münchow (ebenfalls Orgel) und Michaela Reiser-Schenk (Mezzosopran), das Saar-Lothringische Kammerorchester sowie Musiker aus Buchloe und Umgebung dabei.

Dirigent des Abschlusskonzerts ist Christoph Schenk aus Regensburg. Der 48-Jährige ist ein ehemaliger Studienkollege Schmehrs. Ein Könner seines Fachs, der bereits mit renommierten Orchestern zusammengearbeitet hat und derzeit als Lehrbeauftragter für die Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen zuständig ist - speziell für die Mutantenstimmbildung.

Das Programm umfasst hauptsächlich Literatur aus dem 19. Jahrhundert. Gespielt wird das Orgelkonzert Nr. 1 in F-Dur von Josef G. Rheinberger mit Schmehr als Solist. Rheinberger lebte von 1839 bis 1901 und arbeitete unter anderem als Hofkapellmeister des bayerischen Königs Ludwig II. Rheinberger gilt als entschiedener Klassizist, der Mozart und Bach zu seinen großen Leitbildern erhob.

«Als auflockerndes Element haben wir in die Mitte des Konzerts Mendelssohns Salve Regina in Es-Dur platziert», erklärt Schmehr. Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 bis 1847) ist einer der führenden Musiker der europäischen Romantik des frühen 19. Jahrhunderts. Die marianische Antiphon «Salve Regina» hat Komponisten aller Epochen inspiriert, von der Gregorianik bis zu Andrew Lloyd Webbers - und eben auch Mendelssohn. Zum Abschluss erklingt in der Stadtpfarrkirche die «Premiere Symphonie» op. 42 von Félix-Alexandre Guilmant. Der Franzose lebte von 1837 bis 1911, spielte unter anderem Kathedrale Notre-Dame in Paris. Durch seine Kompositionen trug Guilmant wesentlich zur Ausbildung eines eigenständigen französisch-romantisch-sinfonischen Orgelstils bei.

Knapp zweieinhalb Monate intensive Proben stecken hinter dem Abschlusskonzert. Teile davon wurden in der gleichen Besetzung im September des vergangenen Jahres bereits im Saarland aufgeführt. «Wir wollen ein breites Publikum ansprechen», sagt Schmehr. Ein Grund, warum etwa auch die Dauer des Konzertes auf knapp 60 Minuten begrenzt wurde.

Karten gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Obermayer in Buchloe, Telefon (08241) 3755.

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