Halblech
Ein Konzept für den «optimalen Wald»

Das neue Konzept für den Waldschutz und die Bejagung im Bereich der «Hochwildhegegemeinschaft Ammergebirge» stellten die Berufsjäger Thomas Hennemann und Ludwig Gschmeißner im Gemeinderat Halblech vor. Wie Bürgermeister Bernd Singer erinnerte, war dieses Konzept entstanden, nachdem das Amt für Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren auf die Problematik der Wildschäden im Gemeindewald Halblech hingewiesen hatte. In einer Besprechung mit den Verantwortlichen entwickelten die Jäger das Konzept, um die Bejagung des Schalenwildes in den verschiedenen Revieren besser in den Griff zu bekommen.

Thomas Hennemann stellte das Konzept vor, das sowohl eine Bestandsaufnahme der Verbissschäden in den einzelnen Gebieten enthält, als auch die Umsetzung der Verbesserungsmaßnahmen und später die Kontrolle. «Wir Jäger streben ebenfalls die Verbesserung des Waldzustandes an», betonte Hennemann. Es gehe aber auch um die Verbesserung der jagdlichen Situation und um die Verbesserung der Lebensbedingungen des Wildes.

Das Wild, so Hennemann weiter, solle sich in seinem eingeschränkten Lebensraum möglichst ohne große Störungen durch den Menschen bewegen können. Im Konzept sind mehr Wildäsungsflächen als bisher vorgesehen. Wichtig seien auch die Fütterungen in Notzeiten mit artgerechtem Futter. Bewährt haben sich laut Hennemann die vier Wintergatter, die das Rotwild gerne annimmt, und durch die Verbissschäden im Winter verhindert werden.

Sowohl Hennemann als auch Gschmeißner plädierten für einen partnerschaftlichen Umgang miteinander. Nur so und durch den direkten Kontakt mit den Grundeigentümern könnten die Ziele des Konzepts erreicht werden.

Abgelehnt werden von den Jägern der Nachtabschuss und die Fütterung von Kraftfutter. Weitere Ziele sind eine möglichst kurze Jagdzeit und eine revierübergreifende gezielte Jagd. Die beiden Referenten plädierten auch dafür, dass die Jagdzeiten einen Monat früher beginnen. So könnten zu Beginn des Herbstes mindesten 40 Prozent des Abschusses erfüllt werden. Auch sollten in Zukunft beim Wegebau und der Beschilderung der Wanderwege die Jäger in die Beratungen mit einbezogen werden. So könne man die «Freizeitnutzung» besser kanalisieren. «Wir wollen alle einen artenreichen, optimalen Wald mit einem waldverträglich angepassten Wildbestand», schloss Hennemann.

Bürgermeister Singer dankte den beiden Referenten für das Konzept, «das für Mensch, den Wald und das Wild von Vorteil sein wird».

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