Kimratshofen-Hettisried
Ein kleiner Weiler Hochburg der Narren

Der Weiler Hettisried besteht aus etwa zehn Häusern und 66 Bewohnern. Doch die beherbergen ein außergewöhnlich närrisches Volk: Vier verschiedene Narrenzünfte werden von den Hettisriedern vertreten. Grund genug für die Fasnachts-Aktiven, einen ulkigen Narrenbaum aufzustellen.

Wolfsmasken, Gschnaidtweible, Bärengesichter und Geißböcke trafen sich jüngst, um Tafeln mit den Symbolen ihrer Zünfte zu zeichnen, an einen Baumstamm zu nageln und die Äste mit bunten Luftballons und anderen Faschingsutensilien zu schmücken.

Viel Spaß an der Fasnacht

Die meisten Vertreter in Hettisried hat das Faschingskomitee Kimratshofen, das aus den Gschnaitweible und dem Zunftrat besteht. Sechs Bewohner des Weilers gehören dieser Zunft an, darunter das Gschnaitweible Tanja Fleschhut. Die 36-Jährige kam schon mit 14 zur Prinzengarde des Turnvereins. Und weil ihr die Fasnacht so viel Spaß machte, ging sie nach der Auflösung der Garde zum Faschingskomitee. Viele Freundschaften seien im Lauf der Jahre beim Besuch verschiedener Umzüge entstanden, Beziehungen, die man so einmal im Jahr pflegen könne.

Für Tanja gibt es nur zwei mögliche Einstellungen zur Fasnacht: «Entweder man mag sie oder nicht.»

Zur Narrenzunft Wolfsrudel in Maierhöfen gehört Nicole Steible, die über eine Arbeitskollegin ihrer Schwester dazu kam. Sie fand die Idee, einen Narrenbaum aufzustellen, einfach prima: «Wenn man einen Maibaum aufstellt, warum dann nicht auch einen Narrenbaum.» Aus ihrer Sicht könnte das zur Tradition werden, schließlich gabs im Weiler eine tolle Resonanz.

Der 22-jährige Landmaschinenmechaniker Markus Berger ist Aktiver bei der Narrenzunft Neuravensburg. Dort wohnt seine Tante, über die er zur Fasnacht kam. Die Gruppe trägt ein Bärenkostüm, weil der Bär zum Wappen der Neuravensburger gehört. Ihr Schlachtruf: «Bäre brummlet - allet no!» Bis Aschermittwoch soll der Narrenbaum stehen, «dann wird er aufgehoben fürs nächste Jahr».

«Eine Riesengaudi»

Der Narrenzunft Bockland von Eintürnen, das bei Bad Wurzach liegt, gehört Jens Schmid an. Der 28-Jährige ist dort aufgewachsen und erst vor Kurzem nach Hettisried gezogen. Als Geißbock unterwegs ist er in der Fasnacht, weil das zum lebendigen Brauchtum seiner Heimat gehört. Und das Aufstellen des Narrenbaums sei einfach eine «Riesengaudi» gewesen.

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