Ein Kabinenfest vom Trainer als Lohn für die Siegesserie

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Von Markus Erdt | Füssen Sport ist oft auch höhere Mathematik. So ist es erwiesen, dass mit jedem Sieg die Wahrscheinlichkeit einer Niederlage steigt. Demnach wäre der EV Füssen in der Oberliga mal wieder fällig. Denn mit neun Erfolgen in Folge haben die Leoparden sogar die Erwartungen ihres stets optimistischen Trainers Dave Rich überboten. Der hatte vor Wochen ein Kabinenfest für den Fall ausgelobt, dass seine Mannschaft acht der folgenden zehn Spiele gewinnt. Seine Wettschuld hat der Kanadier gerne eingelöst. Jetzt hofft er, dass seine Mannschaft in der Erfolgsspur bleibt. Das wird schwer, den gestern traten die ersatzgeschwächten Leoparden in Weiden an (Ergebnis siehe überregionaler Sport) und am morgigen Sonntag steigt ab 18 Uhr in der Halle 1 des BLZ das Derby gegen den Angstgegner EC Peiting. Wir sprachen mit Dave Rich über das Erfolgsgeheimnis.

Weihnachten ist das Fest der Familie. Das trifft für Eishockey-Spieler und Trainer nicht ganz zu. Fünf Spiele in zehn Tagen bedeuten ganz schön Stress, oder?

Dave Rich: Wir sind daran gewöhnt, dass in dieser Zeit viele Spiele stattfinden. Ausgiebig Zeit für die Familie haben wir auch noch nach der Saison. Wenn man erfolgreich ist, dann ist der Stress überhaupt kein Problem.

Neun Siege in neun Spielen - was haben Sie mit den Leoparden gemacht?

Rich: Nichts Besonderes. Wir arbeiten hart im Training, haben Spaß zusammen und bereiten uns auf jeden Gegner bestmöglich vor. Die Mannschaft kämpft und hat eine große Moral. Sie steckt immer wieder Rückschläge weg.

Wie Ausfälle von Schlüsselspielern wie Festerling oder Nadeau?

Rich: Richtig. Jeder Spieler ist wichtig. Mal bekommt einer mehr, manchmal weniger Eiszeit. Ich gebe jedem seine Chance und verlange, dass die Jungs da sind, wenn wir sie brauchen. Nur so sind Erfolge wie in Leipzig möglich, wo wir sehr stark dezimiert waren.

Derzeit plagen Sie arge Verletzungssorgen, denn es fallen sechs Stammspieler aus. Wie wollen Sie die ersetzen?

Rich: Zurzeit trifft es uns schon hart. Ich baue aber auf die Junioren. Morgen gegen Peiting kommt in jedem Block ein Junior zum Einsatz. Dass sie es können, haben die Jungs gezeigt. Jüngstes Beispiel ist das Tor von Raphael Rohwedder gegen Bad Nauheim.

Wenn man so oft hintereinander gewinnt, besteht dann nicht die Gefahr, dass man abhebt?

Rich: Wir bleiben auf dem Teppich, denn wir wissen, dass die Saison noch lange ist. Es werden auch wieder schwere Zeiten kommen. Momentan sind wir auf der Sonnenseite und genießen es. Das heißt aber nicht, dass wir uns darauf ausruhen.

Gegen Peiting hat der EVF selten gut ausgesehen. Wie gehen Sie die Partie an?

Rich: Ich möchte an diesem Wochenende mindestens drei Punkte holen. Das wird aufgrund der personellen Situation schwer. Gegen Peiting spielen wir daheim und haben die Fans im Rücken. Das wird uns helfen, zumal die Gäste aufgrund der Tabellensituation mehr Druck haben als wir.

Der Abbruch des Derbys gegen Kaufbeuren ist noch in aller Munde. Beschäftigen Sie sich noch damit?

Rich: Nein, für mich ist das Ding abgehackt. Wir haben gewonnen und werden die Punkte laut Urteil der ESBG behalten.

Spielbeginn gegen Peiting ist am morgigen Sonntag um 18 Uhr. Die Stadionkasse ist am Samstag von 9.30 bis 21.30 Uhr und am Spieltag ab 14 Uhr geöffnet.

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