Maierhöfen / Isny
«Ein guter Tag für die Region»

Bruno Fischle sprach von einem «guten Tag für Maierhöfen, für die Stadt Isny, den Landkreis und die ganze Region». Gesagt hat das der Leiter des staatlichen Bauamtes Kempten gestern bei der offiziellen Freigabe der Staatsstraße zwischen Maierhöfen und Isny. Fast 4,5 Millionen Euro sind dort seit dem Juni 2008 verbaut worden. Die größte Baumaßnahmen im Bereich der Staatsstraßen im Landkreis Lindau seit vielen Jahren.

Viele Jahre lang diskutiert

Keine andere Straße hat Behörden und Politiker im Kreis in den vergangenen Jahren so beschäftigt wie die Staatsstraße 1318. 19 Jahre lang ist über den Ausbau der wichtigen Verbindung nach Isny diskutiert worden. Zu schmal, löchrig und auch von Lkw viel befahren, war sie für Nutzer gefährlich. «Sie war eine der allerschlechtesten Straßen im gesamten Amtsbezirk», fasste Bruno Fischle die Mängel zusammen.

Das ist Vergangenheit. Ab Mitte Juni 2008 ist die Straße in zwei Bauabschnitten auf den Stand der Straßenbautechnik gebracht worden. Gebaut wurde fast durchgehend auf der alten Fahrbahn, parallel wurden in großem Umfang Versorgungsleitungen (Gas, Wasser, Abwasser, Strom und Telekom) verlegt. «Rechnung getragen» worden sei beim Ausbau der Streusiedlung des Allgäus, so Fischle.

So wurden drei Brückenbauwerke errichtet: zwei Geh-, beziehungsweise Radwegunterführungen und eine für den Viehtrieb. Beschleunigt wurde das Projekt durch den Ausbau der Umfahrung von Isny. Dadurch bekam die Staatsstraße als Weg von Oberschwaben ins Oberallgäu zusätzliches Gewicht. Für Hartmut Kohler vom Regierungspräsidium Tübingen ist die Staatsstraße das «i-Tüpfelchen auf dem Projekt Umfahrung Isny.»

«Ganz besonders ans Herz gewachsen» ist die Straße dem Landtagsabgeordneten Eberhard Rotter. Kein Wunder: Fast seine ganze bisherige Zeit als Abgeordneter hat er sich mit ihr beschäftigt, sich immer wieder auch für deren Ausbau stark gemacht. Der langen Verzögerung konnte Rotter gestern zumindest eine positive Seite abgewinnen. «Vor zehn Jahren hätte es noch keinen Geh- und Radweg gegeben». Der zieht sich jetzt entlang der Straße auf 2,5 Kilometern Länge hin.

Nicht zuletzt diesen Radweg sieht Landrat Elmar Stegmann als «Gewinn», vor allem mit Blick auf die vielen Kinder und Jugendlichen, die tagtäglich von Maierhöfen nach Isny fahren, sei es in die Schule oder zur Freizeitgestaltung. Denn die Straße ist für Maierhöfen die «Lebensader nach Isny», wie es Bürgermeister Martin Schwarz formulierte. Die Ader habe eine «neue, schöne Form bekommen». Das soll auch Anlass für ein Fest im nächsten Jahr sein.

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