Marktoberdorf
Ein Feuerwerk an stimmlicher Präsenz

Kaiser Leopold von Österreich soll von ihr so begeistert gewesen sein, dass der Uraufführung im Jahr 1792 am Hoftheater in Wien noch am selben Tag die erste Wiederholung folgte. Die Chroniken berichten davon, aber selbst, wenn es nur eine Legende sein sollte: Mit dem Opernlustspiel «Die heimliche Ehe» von Domenico Cimarosa blieb der Nachwelt in jedem Fall ein burleskes Meisterwerk erhalten, das als einziges von diesem Komponisten bis heute seinen Platz auf den Opernbühnen rechtfertigt. Die «Opera Viva» der Universität Mozarteum in Salzburg gastierte mit ihr im Modeon.

Die Gäste vom Mozarteum legten ein einmaliges Feuerwerk an stimmlicher Präsenz und Spielfreude an den Tag, das entzückte Publikum dankte mit reichlichem Szenenbeifall und zum Schluss gab es stehende Ovationen. Auch zur Inszenierung hatte man sich einiges einfallen lassen. Das bei offenem Vorhang zunächst eher irritierende Bühnenbild mit vielen ineinander verschachtelten schrägen Wänden entpuppte sich als drehbare, runde Spielebene, von einem Bühnenarbeiter mit Handkurbeln mechanisch in Bewegung gesetzt. Solche Einfälle beleben die Szenerie, wie auch die pneumatisch zu betätigende Hubeinrichtung.

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