Ein Erfolg für die Geschichtsbücher

Dieter Grimmer war und ist dem EV Füssen seit vielen Jahren verbunden. Als Mitglied, im Vorstand, als Leiter des Ordnungsdienstes und Berichterstatter für die Allgäuer Zeitung. In dieser Funktion war er auch am Sonntag beim denkwürdigen 8:0-Erfolg beim ESV Kaufbeuren dabei und schildert hier seine Erlebnisse am Rande der Bande.

Am Sonntag trafen Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Geburtstag zusammen. Endlich mal wieder ein glorreicher Abend für den EV Füssen 'Ja, bin ich im falschen Film', 'Ich glaub ich spinn', 'Hast Du dich nicht vertippt?', so waren teilweise die Antworten auf meine vielen SMS an die zuhause Gebliebenen. Als langjähriger Berichterstatter bin ich oft zu euphorisch - ich leide und zittere mit der Mannschaft, ich freue mich über jedes Tor, auch wenn es einmal nicht reicht. Doch dieses Mal spare ich nicht mit Superlativen: Ich bin mir sicher, dieser Derby-Sieg wird Geschichte schreiben.

Die komplette Mannschaft hat überzeugt. 'Wir haben verdient gewonnen, weil wir klar besser waren', sagte der sportliche Leiter, Franz-Josef Baader und sprach auch von einem der schönsten Tage, die er mit dem EVF je erlebt hat. 'Das entschädigt für den Aufwand und gibt einen neuen Schub.' Er freute sich vor allem für die beiden Kaufbeurer im Dienst der Leoparden: Florian Bindl und Markus Vaitl. Bindl schrie in der Kabine: 'Der geilste Tag in meiner Karriere' und gab damit die Meinung vieler wieder. Die teilten nämlich auch die geschätzten 500 bis 600 Füssener Fans, die ihre Mannschaft teilweise noch eine Stunde nach dem Schlusspfiff feierten, als die Eismaschine die Spuren des Erfolgs im Stadion am Berliner Platz beseitigte. Eine ähnliche Euphorie habe ich noch nie bei einem Auswärtsspiel erlebt.

André Irrgang tanzt

Mehrmals musste die Mannschaft aus der Kabine zurück auf das Eis. Zum Schluss noch Torwart André Irrgang allein, der seinen ersten Shot-out (kein Gegentor) mit einem Tänzchen auf dem Eis krönte, was für den sonst eher ruhigen Zeitgenossen auch nicht alltäglich ist. Der 'Party-Zug' fuhr erst eine Stunde später als geplant heim. Die Helden wurden noch am Busparkplatz mit Gesängen gefeiert, bevor sie die Heimfahrt antreten konnten. Apropos Heimfahrt: Da wurde die eine oder andere 'Torrunde' am Kreisel gedreht, gesungen und gelacht. Und dass die Spieler ihren reichlich vergossenen Sieger-Schweiß im 'Moskito' dann wieder auffüllten, tolerierten auch der sportliche Leiter und der Trainer. Dazu stießen auch noch die Mehrzahl der 'Party-Zügler', die per Polonaise vom Bahnhof zur Kneipe liefen. 'So was habe ich noch nie erlebt', sagte Organisatorin Manuela Bork.

Als Andenken an den einzigartigen Erfolg wollen die Eishockeyfreunde EV Füssen jetzt eine limitierte Auflage von Sweatshirts mit der Aufschrift '28.10.2007 Kaufbeuren - Füssen 0:8 ich war dabei' anfertigen lassen.

Trainer Dave Rich und der sportliche Leiter Franz-Josef Baader hatten bereits bei der Heimfahrt im Bus schon das nächste Heimspiel am Freitag gegen Passau im Auge: 'Wir müssen die Jungs wieder rechtzeitig runterholen', so Baader. Das nenne ich professionelles Denken in Momenten fast grenzenloser Euphorie. Allgäu Sport

Wegen der Sweatshirts können sich Interessenten können sich per E-Mail melden unter

info@eishockeyfreunde-evf.de

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