Ein Dienst, der nicht mehr selbstverständlich ist

Kaufbeuren (fk). - Die 140 Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Kaufbeuren, die in den zwei Zügen der Altstadt und in einem Zug in Neugablonz ihren Dienst leisten, mussten im vergangenen Jahr zu 374 Einsätzen und 70 Sicherheitswachen ausrücken. Diese Bilanz gab Stadtbrandrat Thomas Vogt in der Jahresversammlung im Kolpinghaus bekannt, in der zahlreiche Mitglieder für eine langjährige Vereinszugehörigkeit oder aktive Dienstzeit ausgezeichnet wurden. Oberbürgermeister Andreas Knie dankte in einem Grußwort der Wehr sowohl für ihren geleisteten Einsatz als auch für ihre Verfügbarkeit rund um die Uhr, die durchaus keine Selbstverständlichkeit mehr sei. Lobend sprach sich das Stadtoberhaupt über die zukunftsorientierte Jugendarbeit aus, weil der Nachwuchs in den Zügen gesichert sei. Vorsitzender Peter Landvogt ging in seinem Jahresrückblick vor allem auf die gesellschaftlichen Aktivitäten des Vereins ein und nannte als herausragendes Ereignis den Faschingsball, die Teilnahme an einem Pokalwettbewerb, eine Skiwoche zur körperlichen Ertüchtigung, einen Besuch bei der Flughafenfeuerwehr in München und einen Senioren-Nachmittag. Dann folgte die Teilnahme am Tänzelfest und bei einem historischen Spritzenwettbewerb im Rheinland erreichte die Kaufbeurer Wehr den beachtlichen vierten Platz. Die passiven Mitglieder unternahmen eine Fahrt in das Feuerwehrmuseum nach Winnenden in Baden-Württemberg und nach einem 'Tag der offenen Tür' folgte ein Jahresabschlussgottesdienst als Dank für eine unversehrte Rückkehr von allen Einsätzen und Übungen. Nach dem Kassenbericht von Christoph Heider, dem Prüfbericht von Hans-Peter Springer und der Entlastung der Vorstandschaft folgte die Neuwahl des stellvertretenden Kommandanten, da die sechsjährige Dienstzeit des bisherigen Amtsinhabers Reinhard Stelzig abgelaufen war. Obwohl noch ein weiterer Kandidat angetreten war, entschied aber Reinhard Stelzig die Wahl klar für sich.

Derzeit 140 Aktive Kommandant Thomas Vogt ergänzte die Zahlen aus der Jahresbilanz (AZ berichtete) mit 138 durchgeführten Übungen und der Teilnahme von 65 Aktiven an Lehrgängen. Die derzeit 140 Aktiven, darunter drei weibliche Dienstleistende, verteilen sich auf: Löschzug I 49, Zug II 57 und Zug III 31, hinzu kommt das Kommando mit Stadtbrandrat, Stadtbrandinspektor und Stadtbrandmeister. Jugendwart Klaus Albrecht berichtete von den Jugendleistungsprüfungen, Fahnenwart Hans Schwangart erwähnte die elf Einsätze der Fahnenabordnung und Herbert Vogt, der Vorsitzende des Vereins Feuerwehrmuseum, konnte ein starkes Interesse sowohl an den regulären Öffnungszeiten als auch den vier Sonderöffnungstagen feststellen. Oberbürgermeister Andreas Knie überreichte das staatliche Feuerwehrabzeichen für eine 25-jährige aktive Dienstzeit an Norbert Frommknecht, Thomas Geltinger, Bernd Schwerin und Thomas Vogt. Vorsitzender Peter Landvogt zeichnete für besondere Verdienste Bernd Beisel mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft und Erwin Kozik mit der silbernen Ehrennadel aus. Darüber hinaus wurden zahlreiche Mitglieder für eine langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt, an der Spitze Guido Zeller, der seit 50 Jahren der Feuerwehr die Treue hält.

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