Ofterschwang / Sonthofen
Ein Café auf Eichenpfählen «mitten» im Sonthofer See

Eine spannende Vision: Ein edles Seecafé auf eichenen Pfählen im Sonthofer See samt einer rund um die Uhr offenen Toilettenanlage. Erreichbar über einen 10 Meter langen Steg. Mit diesen Gedanken trägt sich die Gemeinde Ofterschwang, und das mit Wohlwollen in Sonthofen. Auch wenn es noch keine detaillierten Pläne gibt - Überlegungen hat Bürgermeister Alois Ried einige. Wichtiges Ziel: Gemeinde und Nachbarstadt wollen an dem in Privatbesitz befindlichen, aber öffentlich genutzten See mehr Ordnung haben.

Ärger mit wild durchs Gelände geworfenem Müll von feierfreudigen Nachtschwärmern gibt es am See gerade in lauen Sommernächten immer wieder. Gedanke ist nun, ein Café mit Toiletten zu errichten und günstig zu verpachten. Aufgabe des Betreibers wäre es dafür, rund um den See für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen sowie gerade die Liegewiesen regelmäßig zu mähen. Die beiden Kommunen könnten sich so viele Einsatzstunden ihrer Bauhöfe sparen. «Und wir hätten mit dem Café-Betreiber eine Art Hausmeister für den See», sagt Ried.

Nach seinen Worten ist das Projekt zweigeteilt: Die Toilettenanlage will die Gemeinde Ofterschwang gemeinsam mit der Stadt Sonthofen errichten und die Kosten teilen - weil ja beide profitieren. Das könnte sich auch Sonthofens Bürgermeister Hubert Buhl gut vorstellen, wenn der Stadtrat zustimmt.

Das Café will Ried in Ofterschwanger Regie bauen. Wobei die Gemeinde zwar Bauherr, aber nicht Finanzier sein soll. Ried möchte diesen Teil über private Sponsoren verwirklichen. Entstehen soll keine «Hully-Gully-Bar», sondern ein Lokal, in dem es ordentliches Essen und nicht nur Currywurst gibt - kombiniert mit dem Verkauf heimischer Produkte.

Der Bau könnte auf Ofterschwanger Flur, an der See-Westseite Platz finden. So gäbe es Anschlussmöglichkeit ans Wasser- und Kanalnetz von Oberzollbrücke. Zudem wären die Anlagen von Sonthofens Badewiese aus gut erreichbar. Und: Der Pfahlbau soll keinen Ärger mit den Fischern machen.

Wie Buhl sagt, habe er sich vor Jahren mit dem Fischereiverein verständigt, dass man den westlichen Seebereich mehr für die Freizeitnutzung entwickeln wolle, den östlichen vor allem für Fischer und die Natur.

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