Ein Alter, wo man dankbar sein muss

Ehrenkreisbrandrat und Ehrenbürger Gebhard Ammann heute 80 Maierhöfen (ado). 'Ich bin in einem Alter, wo man dankbar sein muss, so alt geworden zu sein', sagt Gebhard Ammann, der heute seinen 80. Geburtstag feiert. Den Rat des Maierhöfener Altbürgermeisters und Ehrenbürgers, Bundesverdienstkreuzträgers und Ehrenkreisbrandrats holen noch immer so manche Kommunalpolitiker bei ihm ein.

Er ist noch (geistig und körperlich) fit genug, anzupacken beim Ausbau einer großen Wohnung in seinem Haus im Ortsteil Vorholz, das jahrein, jahraus an einer großen, wehenden Bayern-Fahne zu erkennen ist. Vor etlichen Jahren hatte er sich daran gestört, dass des öfteren Wanderer aus Isny vorbeikamen und glaubten, noch in Baden-Württemberg zu sein. 'Da wollte ich ein Zeichen setzen, dass wir in Bayern sind', erzählt Ammann mit einem Schmunzeln. Ammann kümmert sich um den Haushalt und seine Frau Hilde, mit der er seit 55 Jahren eine glückliche Ehe führt; als Heimfürsprecher im Haus Iberg, als stellvertretender Vorsitzender der CSU-Gruppe Argental sowie als Jagdvorstand (seit mehr als 40 Jahren) hat er auch noch gewisse Verpflichtungen. Ammann, der auch schon schwere Zeiten durchgemacht hat, als der jüngste Sohn und ein Schwiegersohn kurz hintereinander starben, gehört zu der seltenen Sorte Politiker, die sehr beliebt sind. 36 Jahre im Gemeinderat, davon zwölf Jahre Bürgermeister (bis 1996), Kreisrat bis 2002, 26 Jahre Kommandant der Ortswehr, mehr als zehn Jahre Kreisbrandrat, Schöffe, Aufsichtsrat einer Genossenschaftsbank, Verbandsrat der Musikschule - Gründe genug , um ihn 1997 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande auszuzeichnen. Der in Maierhöfen-Anderhalbs geborene, immer bescheiden gebliebene Ammann - der den gleichen Vornamen trägt wie der örtliche Kirchenpatron - ist in allen Vereinen Mitglied, dazu im König-Ludwig-Verein und im Baumverein. Nachdem er die Welt bereits in ausgedehnten Reisen, seinem großen Hobby, gesehen hat, begnügt er sich mit Tagesausflügen mit seiner Frau, oder er schmökert in einer politischen Biografie. 'Ich habe das Glück, eine wunderbar funktionierende Familie zu haben', sagt Ammann. Heute wird mit Familie, Verwandten und engen Freunden gefeiert. 'Dazu ist die Welt zu schön'Seinen Traumberuf, Lehrer, konnte Gebhard Ammann wegen des Krieges nicht verwirklichen. Er übernahm den Bauernhof seiner Schwiegereltern in Vorholz und reparierte zeitweise nebenbei Traktoren und Autos, wovon noch heute Reste einer ehemaligen Tankstelle zeugen. 'Ein Leben ohne Aufgabe ist für mich nicht vorstellbar', bemerkt der 80-Jährige. Um 6 Uhr steht er deshalb auf und macht das Frühstück: 'Ich kann nicht länger im Bett liegen bleiben, dazu ist die Welt zu schön.'

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