Weißensberg
Edeka-Projekt ein Schritt weiter

Kommt Edeka nach Weißensberg oder nicht? Noch immer ist nicht hundertprozentig geklärt, ob sich in der Gemeinde gegenüber dem Gasthaus Schanz ein Einkaufs- und Getränkemarkt ansiedeln wird. Die Regierung von Schwaben hat jetzt ihr Einverständnis signalisiert. Nun hängt es von der Baubehörde - also dem Landratsamt Lindau - ab, ob es für den Bebauungsplan grünes Licht gibt.

Das Vorhaben auf dem Grundstück gegenüber des «Schanz» einen SB-Verbrauchermarkt und einen C+C-Großhandelsmarkt zu errichten löste 2007 in Weißensberg eine Lawine von Befürchtungen und Beschwerden aus. Ein Großverbrauchermarkt, in dem nur Kunden mit Gewerbeschein einkaufen können, gehöre nicht an einen der schönsten Plätze der Gemeinde.

Weil eine Umfrage aber zeigte, dass sich die Mehrheit der Bürger dennoch für einen Einkaufsmarkt ausspricht, überarbeitete die Gemeinde das Vorhaben. Das Ergebnis: Die Großmarktpläne sind vom Tisch. Stattdessen plant die Gemeinde auf besagtem Grundstück ein neues Gewerbegebiet einzurichten.

Und in diesem sollen ein Lebensmittelmarkt mit einer Verkaufsfläche von 795 Quadratmetern und ein separater Getränkemarkt (Verkaufsfläche: 491 Quadratmeter) entstehen.

Zersiedelung vermeiden

Weil das neue Gewerbegebiet etwa 300 Meter von der bestehenden Siedlung Rothkreuz entfernt liegt, musste die Regierung von Schwaben eine Stellungnahme abgeben. Denn grundsätzlich sollen Neubauflächen nicht zu weit vom bestehenden Ort entfernt entstehen. Damit soll eine Zersiedelung der Landschaft vermeiden werden.

Nur in besonderen Fällen räumt die Regierung eine Ausnahme ein, so wie in Weißensberg. Hier ist das Gemeindegebiet nämlich durch die topographische Besonderheit der Höhenrücken (die sogenannten Drumlins) und durch die linienförmige Infrastruktur der Bundesstraßen A 96, B 12, B 31 sowie durch die Bahntrasse München-Lindau zerschnitten.

Nicht genehmigungsfähig?

Ein weiterer Punkt, den es zu klären gibt, ist, ob das Edeka-Projekt als Einzelhandelsgroßprojekt gesehen werden muss. Wenn ja, wäre es nicht genehmigungsfähig, so Karl-Heinz Maier, Pressesprecher der Regierung von Schwaben.

Sollte das Landratsamt Lindau zu dem Ergebnis kommen, dass die Eigenständigkeit des Lebensmittelmarktes gegeben ist, würden dem keine Bedenken entgegenstehen, schreibt die Regierung. Genau diesen Punkt prüft nun das Landratsamt Lindau.

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