Memmingen
ECDC muss in Pokalrunde

Die Eishockey-Frauen des ECDC Memmingen haben (wie kurz berichtet) die Qualifikation für die Meisterrunde in der Bundesliga verpasst. Die «Indians» verloren die umkämpfte Partie gegen den SC Riessersee knapp mit 3:4 (1:4/1:0/1:0).

Ohne die drei U18-Nationalspielerinnen Tatjana Voigt, Yvonne Rothemund und Marie Delarbre gingen die Memminger Eishockeyfrauen in das wichtige Spiel und starteten exzellent: Nach nicht einmal 60 Sekunden brachte Antje Sabautzki ihr Team mit 1:0 in Führung. Doch Sicherheit gab dieser Treffer den Einheimischen nicht - im Gegenteil.

Die Gäste aus Oberbayern nutzen in den folgenden Minuten Fehler der Memmingerinnen schonungslos aus und gingen bis zur 13. Minute durch drei Treffer 3:1 in Führung. Als kurz vor Ende des erstens Drittels eine Memmingerin auf der Strafbank saß, erhöhte Riessersee gar auf 4:1 und sorgte somit bereits für eine Vorentscheidung.

Hinzu kamen bei Memmingen die Ausfälle von Luisa Brugger (Rücken) und Simone Jeckle, die nach einem Zweikampf ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Petra Neußer, die Pit Ustorf an der Bande vertrat, war somit zu einigen Umstellungen gezwungen. Dennoch lief es plötzlich besser. Als Miriam Pokopec kurz vor Schluss des zweiten Abschnitts auf 2:4 verkürzte und Lena Klement in der 46. Spielminute zum 3:4 traf, wurde es nochmals richtig hitzig. Teils lagen die Nerven blank, wie eine Szene in der 52. Minute verdeutlichte: Bei einem Gerangel vor dem Tor des ECDC bekam zunächst Michelle Grünewald (ECDC) eine Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt. Jennifer Stapelfeld (Riessersee) erhielt gar eine Matschstrafe, weil sie einer Memmingerin mit Anlauf von hinten einen Faustschlag an den Kopf verpasste.

Danach wurde wieder Eishockey gespielt. Die größte Chance zum Ausgleich vergaben Antje Sabautzki (55.) nach einem Alleingang sowie Lena Klement, die in der 55. Minute den Pfosten traf.

Auch die Herausnahme von Torhüterin Natascha Ulianiw zugunsten einer sechsten Feldspielerin brachte den Gastgeberinnen nicht mehr das ersehnte 4:4, das letztlich verdient gewesen wäre.

«In den ersten 20 Minuten haben wir zu viele Fehler gemacht und am Schluss fehlte uns das Glück», fasste Trainerin Petra Neußer die Niederlage zusammen.

Zur verpassten Qualifikation zur Meisterrunde sagte Teamleiter Peter Gemsjäger: «Die Qualifikationsrunde für den DEB-Pokal ist sportlich nicht so interessant und für unsere junge Mannschaft hätte es mich gefreut, nochmals gegen die starken Teams aus Berlin, Bergkamen und Planegg zu spielen.» Andererseits spare sich der Klub «rund 2000 Euro an Fahr- und Schiedsrichterkosten».

Am 17. Januar 2010 bestreiten die Memminger Eishockey-Frauen ihr letztes Vorrundenspiel in dieser Bundesligasaison. Gegner wird der ESC Planegg sein. Gleich im Anschluss beginnt die Pokal-Qualifikationsrunde, die bis Ende Februar andauern wird.

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