EAK finanziell und sportlich der Gewinner

Kempten (ris). - Eine nette Geste des ESV Kaufbeuren: Mannschaft und Verantwortliche hatten sich bereit erklärt, der finanziell angeschlagenen EA Kempten mit einem Eishockey-Freundschaftsspiel unter die Arme zu greifen. Trotz des ungünstigen Termins unter der Woche waren immerhin 440 Eishockeyfans aus Kempten und Kaufbeuren erschienen. Sie wurden mit schönem, temporeichem Eishockey verwöhnt und erlebten eine bis zum Schluss spannende Partie. Dabei boten die Eisbären den Gästen aus der Zweiten Bundesliga ordentlich Paroli. Sie verbuchten am Ende sogar einen 3:2(2:0, 1:1, 0:1)-Erfolg. Freilich war beiden Teams anzumerken, dass nur der Schongang eingelegt war. Die Kemptener setzten den Gegner aber von Beginn an unter Druck und hatten mehr Spielanteile. Nachdem Thomas Korte nur die Querlatte getroffen hatte, brachte Harry Waibel die EAK früh in Führung. Franz Petrozza erhöhte mit einem Alleingang auf 2:0. Besonders beim zügigen Spielaufbau und bei Gegenstößen bewiesen die Kaufbeurer ihre Torgefährlichkeit. Der Anschlusstreffer durch Hubner irritierte den Gastgeber allerdings nicht sonderlich. Eric Nadeau verwertete einen grandiosen Sololauf in Unterzahl zum 3:1 für Kempten. Im Schlussdrittel drehte der ESVK auf. Besonders Buddy Smith und Patrick Reimer kreisten wieselflink in der Angriffszone und lauerten auf Einschussmöglichkeiten. Die Kemptener Hintermannschaft meisterte diese Gefahren aber mit Bravour. Als Kaufbeurens Trainer Svetlov seinen Torwart Cinibulk vom Eis genommen hatte, war es ausgerechnet Patrick Reimer, der seinen jüngeren Bruder Jochen im Kemptener Tor zum 2:3-Endstand 'überlistete'. Vor dem Kemptener Gehäuse wurde es dann nochmals brenzlig, doch Jochen Reimer wollte sich kein weiteres Mal überwinden lassen und rettete mit einigen Glanzparaden den 3:2-Erfolg der Eisbären.

Heute gegen Klostersee Gegen den ESV Kaufbeuren nicht mit von der Partie war Kemptens Topscorer Andreas Klundt. Er hatte sich Tags zuvor im Training zwei Rippen gebrochen. Klundt wird auch am Wochenende voraussichtlich nicht zur Verfügung stehen. Die Eisbären erwarten heute, Freitag, um 19.30 Uhr in der Abstiegsrunde der Oberliga den EHC Klostersee. Gegen die Grafinger, die diese Saison von den Kemptenern noch nie bezwungen wurden, wäre ein Sieg überfällig. Am Sonntag reisen die Allgäuer in die Bundeshauptstadt. Dort warten um 18 Uhr die Berlin Capitals auf die Eisbären zum ersten Vergleich der beiden Mannschaften. EA Kempten - ESV Kaufbeuren 3:2 (2:0, 1:1, 0:1) Tore: 1:0 Waibel (8.), 2:0 Petrozza (14.), 2:1 Hubner (24.), 3:1 Nadeau (39.), 3:2 Reimer (58.). - Zuschauer: 440. - Strafminuten: EA Kempten sechs, ESV Kaufbeuren vier Minuten.

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