Drucke, die einem Foto nahe kommen

Neue Entwicklungen bei Symposium von Holzer vorgestellt Weiler im Allgäu (pem). Brillante Druckarbeiten haben immer mit handwerklichem Können, meist mit hochmoderner Technik, manchmal auch mit Kunst zu tun: Davon konnten sich die Teilnehmer des Symposiums von Holzer Druck und Medien in Weiler im Allgäu überzeugen. 'Wir wollen Ihnen zeigen, wie es uns mit neuen Techniken möglich ist, noch brillantere Druckerzeugnisse zu produzieren', begrüßte Firmenchef und Heimatverleger Dr. Elmar Holzer die Besucher..

Zum zweiten Mal hatte Holzer Druck und Medien zu einem Symposium ins Kornhaus eingeladen. 85 Gäste kamen, um sich über neueste Entwicklungen im Bereich des Drucks zu informieren und einen weiteren Entwicklungsschritt in der Geschichte des Weilerer Unternehmens mitzuverfolgen: Der Start einer neuen 5-Farben-Druckmaschine mit Lackturm von König&Bauer. Sie erweitert die bisherige Kapazität des Unternehmens. In magisches Licht getaucht präsentierte sich die hoch moderne 'Rapida 105' den Gästen. Mit einem Knopfdruck startete Gertrud Holzer die neue Maschine. Druckereileiter Hannes Manz dankte der Familie Holzer für die fortwährende Modernisierung des Betriebes: 'Es ist heute nicht mehr ganz selbstverständlich für Unternehmer, so in ihren Betrieb zu investieren wie Sie es tun.'Diese Investitionen erhöhen den Nutzen für den Kunden. Das zeigte auch das Symposium. Drei hochkarätige Referenten hatte Holzer Druck und Medien dafür gewonnen. Aus Augsburg reiste Dr. Carl Epple, Leiter Forschung und Entwicklung der Farbenfabrik Epple ins Westallgäu. Sein Thema: 'Aniva. Drucken im erweiterten Farbraum'. Dahinter verbirgt sich eine neue Farbe. Dafür wurde erstmals die menschliche Bildwahrnehmung systematisch analysiert. Aniva erlaubt laut Dr. Carl Epple, besonders harmonisch wirkende Drucke, die einem Foto sehr nahe kommen. Ergänzt wird es durch 'Satin Screening', eine Entwicklung im Bereich der Rastertechnik, die Michael Stöckemann von Heidelberger Druckmaschinen vorstellte. Das System erlaubt erheblich bessere Detailzeichnung durch feinere Rasterpunkte. Das kommt beispielsweise bei der Abbildung von Frisuren, Uhren, Kühlergrills, Stoffen oder Kleidung besonders zur Geltung. Stöckemann sprach von einer 'fast fotorealistischen Darstellung'. Aniva und Satin Screening sind bei Holzer Druck und Medien laut Betriebsleiter Peter Rasthofer seit mehreren Wochen im Einsatz. Damit gehört das Weilerer Unternehmen zu den 'Pionieren'. Erst rund ein Dutzend Betriebe in Deutschland nutzen bisher laut Stöckemann die Technik. Der Einsatz lohnt sich, wie Klaus-Peter Nicolai, Chefredakteur der Fachzeitschrift 'Druckmarkt' darlegte. Der Bedarf an hochwertigen Drucksachen werde auch durch den Einsatz neuer Medien nicht verschwinden. Drucksachen seien stille Verkäufer. 'Sie hinterlassen den ersten Eindruck und der ist entscheidend' (Nicolai). Angetan ist der Fachmann von den neuesten Entwicklungen auf dem Bereich der Drucktechnik wie 'aniva' und 'Satin Screening'. Nicolai: 'Sie werden keinen Unterschied mehr erkennen, ob es ein Foto ist oder gedruckt.'Bei 'Finger Food' ließen die Teilnehmer das Symposium gemütlich ausklingen.

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