Dr. Glocker greift Bürgermeister an

Vorwürfe wegen Verhalten in Sachen Städtepartnerschaft Weiler im Allgäu (ado). Das Vorgehen von Bürgermeister Karl-Heinz Rudolph in Sachen Partnerschaft mit Valmontone stößt nicht nur - wie berichtet - bei CSU und SPD sondern inzwischen auch in den eigenen Reihen auf Kritik. Dr. Andreas Glocker, Mitglied der Freien Wähler, denen auch Rudolph angehört, griff den Verwaltungschef in einem offenen Brief, den er den Fraktionsvorsitzenden und dem Ausschuss für Sport, Jugend und Kultur zuleitete, heftig an.

In der Gemeinderatssitzung am Montag fragte er 'persönlich bestürzt' an, warum Rudolph auf diesen Brief sechs Wochen lang nicht reagiert habe. Die frostige Entgegnung: Glocker werde eine Antwort erhalten; zuvor müsse er sich jedoch mit 'gewissen Leuten' abstimmen, so Rudolph. Als positiv wertete Glocker, dass der Kulturausschuss am Mittwoch, 7. April zusammentrete, um über die Charta zu reden, die der Bürgermeister den politisch Verantwortlichen in Valmontone geschickt hat, ohne sich mit dem Gemeinderat oder dem zuständigen Ausschuss abzustimmen. Das hatte schon in der vergangenen Sitzung vor allem 2. Bürgermeister Gerd Zimmer gerügt. Glocker hatte damals in die gleiche Kerbe geschlagen. Allerdings, so Glocker am Montag, sei die Zusammenkunft 'zu spät'. Der 'politische Schaden' sei schon entstanden. Die Ausschüsse würden anscheinend nicht mehr benötigt, mutmaßte Glocker, der nach eigenen Worten, sich seit mehr als zwölf Jahren aktiv um eine Partnerschaft mit einer ausländischen Stadt einsetzt, privat und als Ausschussmitglied. Glocker wirft Rudolph unter anderem vor, dass der Leitbild-Arbeitskreis Städtepartnerschaften, 'ein Gremium ohne Entscheidungsrechte' (Glocker), einen Entwurf für eine Charta genehmigt habe, die der Bürgermeister nach Valmontone weiterleitete. Ein Vorgehen, das Glocker 'weder verstehen noch billigen' kann. Wenigstens den Sport, Jugend und Kulturausschuss, in dem Glocker Mitglied ist, hätte Rudolph konsultieren müssen. In dem Brief an die Fraktionsvorsitzenden und Ausschussmitglieder wirft Glocker dem Bürgermeister unter anderem vor, nicht in der Lage zu sein, mit Kritik umzugehen.

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