Wolfertschwenden
Diskussion um Biogasanlage geht weiter

Der Gemeinderat Wolfertschwenden stemmt sich weiterhin vehement und einstimmig gegen den geplanten Bau einer Biogasanlage samt Fahrsilo. Bürgermeister Karl Fleschhut erläuterte, dass die Gesamtsituation schwieriger geworden ist. Das Landratsamt habe mitgeteilt, dass es die Genehmigung für den Bau der Biogasanlage erteilen möchte (wir berichteten). Die bisherigen Stellungnahmen der Gemeinde Wolfertschwenden hätten bislang keine schlüssige Begründung für eine Ablehnung des Bauvorhabens ergeben.

Wie der Bürgermeister weiter berichtete, räumt das Landratsamt der Gemeinde nochmals die Möglichkeit zur Stellungnahme ein.

Da die Biogasanlage zwar im Außenbereich nahe des Hofes, aber auch in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung und zum Ortskern entstehen soll, sehen die Ratsmitglieder erhebliche Belastungen der Bürger im Hinblick auf Lärm und Geruchsbelästigungen. Die Biogasanlage würde am südlichen Ortsrand und somit westlich des Dorfladens in einem Mischgebiet gebaut werden.

Der Gemeinderat stehe Biogasanlagen grundsätzlich keinesfalls ablehnend gegenüber, sehe an diesem Standort allerdings eine erhebliche Beeinträchtigung öffentlicher Belange, erläuterte der Bürgermeister. Die Begründung des Gemeinderats, dass die Zufahrtssituation über den Sonnenweg ungenügend ist, will das Landratsamt nicht gelten lassen.

Der Sonnenweg sei demnach für landwirtschaftlichen Verkehr ausreichend ausgebaut.

«Der Sonnenweg führt am Kindergarten vorbei und ist für landwirtschaftliche Gefährte der heutigen Zeit einfach zu schmal», betonte Ratsmitglied Erich Ernst. Die Argumentation des Landratsamtes, dass die Anlieger dem Bauvorhaben zugestimmt haben, ließ Ernst nicht gelten. Die Anlieger seien damals nicht richtig über Art und Umfang der Biogasanlage unterrichtet gewesen. Ernst empfahl, den Tagesordnungspunkt zu vertagen, um den Anliegern die Möglichkeit zur Rücknahme ihres Einverständnisses zu geben.

«Es geht nicht nur um die unmittelbaren Anlieger», meinte Bürgermeister Fleschhut und gab zu bedenken, dass der ganze An- und Abtransport für die Biogasanlage im Wesentlichen über den Ortskern führen wird.

Einsicht des Bauwerbers vermisst

Gemeinderat Helmut Hirle vermisste die Einsicht des Bauwerbers, nach einem anderen Grundstück zu suchen, das weiter vom Ort entfernt liegt. Die Rätegemeinschaft befürchtet mit Blick auf das schnelle Wachstum des landwirtschaftlichen Betriebes in den vergangenen Jahren zudem, dass es nicht bei der geplanten Größe der Biogasanlage bleiben wird.

Erich Ernst regte an, die Situation bei einem Ortstermin mit dem Landratsamt zu erörtern.

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