Diesen Hochzeitstag vergisst man nicht

Westerheim | ey | An Heiligabend vor 60 Jahren haben sich Hildegard und Hans Kohlmayer aus Westerheim das Ja-Wort gegeben. Aber warum gerade an Heiligabend? 'Wir waren beide sehr jung, die äußerst knappen Lebensmittel hätten nicht gereicht, zwei Festlichkeiten in kurzer Zeit auszurichten', ist die einfache Antwort des Jubelpaares. Getroffen und ineinander verliebt haben die beiden sich bei einer Tanzveranstaltung.

Hans Kohlmayer lernte in einem großen Chemiebetrieb das Schlosser- und Schweißerhandwerk. Kurz darauf wurde der Jubilar verpflichtet, im Erzgebirge unter russischer Aufsicht im Uranabbau zu arbeiten. Auf abenteuerlichen Schleichwegen stahl er sich bei Nacht und Nebel davon und machte sich auf in den Westen. Ein Jahr später folgten ihm seine Frau und sein kleiner Sohn. Bei ihrer Ankunft hatte der Kinderwagen nur noch drei Räder. Im Aufnahmelager Uelzen traf sich das Paar wieder und wurde im Hunsrück ansässig.

Nach einer Umschulung zum Polier kam Hans Kohlmayer zum Bau der B18 ins Allgäu. 18 Arbeitsjahre verbrachte er später im Ausland - in Saudi Arabien, den Emiraten, im Iran, im Jemen und im Sudan. Hildegard Kohlmayer arbeitete viele Jahre als Heimarbeiterin für die Gablonzer Schmuckindustrie und später in einem Memminger Industriebetrieb.

1963 bauten die Eheleute dann in Westerheim ihr Eigenheim, wo sie auch heute noch wohnen und jetzt mit ihren drei Kindern, vier Enkeln und zehn Urenkeln die diamantene Hochzeit gefeiert haben.

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