Kempten
«Diese Stadt ist unser aller Stadt»

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Renate und Thomas Forster waren das erste Mal bei einem Neujahrsempfang der Stadt. Dass sie am Montag abend eingeladen waren, hatte einen besonderen Grund: Sie führen mit Franz und Karin Forster einen alteingesessenen Betrieb in Kempten, nämlich Möbel Forster. Damit gehören sie zu jenen, die aufgrund besonderer Jubiläen zu Gast bei OB Dr. Ulrich Netzer waren. Renate und Thomas Forster freuen sich darüber ebenso («das ist schließlich etwas Besonderes») wie die Vertreter von Vereinen, die ebenfalls aufgrund besonderer Jubiläen dabei waren.

Vor ihnen und dem Stamm der Gäste aus Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Kirche erklärte der Rathauschef: Das Wirken jedes Einzelnen trage dazu bei, die Stadt und die Gemeinschaft zu stärken: «Diese Stadt ist unser aller Stadt». Angelehnt an die Weihnachtsansprache von Bundespräsident Köhler betonte Netzer: Zu jeder Gemeinschaft gehöre ein Stück Solidarität wie die Bereitschaft, Toleranz zu üben, zu helfen, unterschiedliche Meinungen auszutauschen und Konflikte zu lösen. Es seien Werte und Wertvorstellungen, die Grundpfeiler der Gesellschaft bildeten.

Doch was wäre ein Neujahrsempfang, ohne auf eigene Erfolge und künftige Ziele hinzuweisen. Selbstverständlich werde man an der Entwicklung der Innenstadt weiterarbeiten, und vor allem, so Netzer, die Stärken der Allgäu-Metropole als Wirtschaftsstandort weiter ausbauen. Dazu gehöre beispielsweise ein leistungsfähiges Straßennetz und damit der Bau der Nordspange. Beim Blick auf die Innenstadt gehöre Kempten zwar zu den umsatzstärksten Städten. Aber trotz dieses «hervorragenden Ergebnisses» stehe Wichtiges an: Der Bereich Zentralhaus, Illerkauf und Quellehaus ist laut OB die «Achillesferse» der Stadt. Investoren seien aber an der Konzeptentwicklung.

Klares Ja für Tiefgarage

Konkreter sind die Planungen für die Umgestaltung Hildegardplatz: In den ersten drei Monaten dieses Jahres soll im Stadtrat die Frage mit oder ohne Tiefgarage entschieden werden. Für Netzer selbst ist die Sache klar: Nach langer und intensiver Diskussion sieht er die Lösung mit Tiefgarage als den «zielführenden und besseren Vorschlag.»

Der Ausbau im Städtetourismus ist für das Stadtoberhaupt ein weiterer Punkt der wirtschaftlichen Entwicklung. Mit dem Jugendgästehaus («ich bin dankbar, dass in den Gesprächen mit den Hoteliers die zunächst vorhandenen Irritationen ausgeräumt werden konnten») verspricht man sich neue Impulse für die Stadt.

Insgesamt zeigte sich Netzer zufrieden und «dankbar», dass die meisten Entscheidungen gemeinsam über Parteigrenzen hinweg getroffen worden seien.

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