Pfronten
«Diese Orgel ist großartig»

Gleich dreimal waren der Trompeter Bernhard Kratzer und Organist Paul Theis im Allgäu zu Gast. Mit wechselnden Programmen begeisterten die großartigen Musiker viele Hundert Zuhörer in St. Ulrich in Seeg (wir berichteten), in Oberstdorf und zuletzt in St. Nikolaus in Pfronten. Hier spielten die seit 1997 gemeinsam konzertierenden Künstler Werke von Johann Friedrich Fasch, Johann Sebastian Bach, Louis-James Alfred Lefébure-Wely, Claude Balbastre und Nicolas le Bègue sowie die «Wassermusik» von Georg Friedrich Händel für eine in höchster Konzentration lauschende Zuhörerschaft. Immer im Wechsel waren die Stücke für Trompete mit Orgel und Orgel solo zu hören.

Was ein Organist an der neue Seifert-Orgel in St. Nikolaus zu leisten vermag, hat Paul Theis auch bei der Nussknacker-Suite op. 71a von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky beeindruckend vorgestellt. Mit seiner eigenen Bearbeitung ließ Theis nur mit der Orgel ganze Orchester erstehen, nutzte die vielen Möglichkeiten voll aus und zog «alle Register» - so zum Beispiel beim Russischen Tanz, dem Tanz der Rohrflöten oder dem Blumenwalzer.

Ein seltenes Glück

Kratzer und Theis brachten nach dem hervorragenden Konzert ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass sie in dieser Besetzung das Konzert an der neuen Orgel geben konnten und bedankten sich mit einer eigenen Bearbeitung von Händels «Gloria in Excelsis Deo». Es sei ein seltenes Glück für Pfronten, dass auch neben der Kirchengemeinde die politische Gemeinde den Mut hatte, dem Projekt des Neubaus der Orgel zuzustimmen.

«Dieses Instrument ist großartig» meinte der international wirkende Organist Paul Theis. Er habe schon auf weit über 100 Orgeln aller Größen und Qualitäten gespielt. Diese Seifert-Orgel gehöre sicherlich zu den Top-Instrumenten. «Sie ist mit ihren 33 Registern und dem Fernwerk nicht sehr groß, aber unglaublich lebendig in ihren Klangfarben. An dieser Orgel ist fast alles möglich», so Theis. Nur die doch sehr kühlen Temperaturen und die kalten Tasten machten das Spielen etwas mühsam, doch das merkten die Zuhörer nicht. Sie waren begeistert und zollten den Künstlern langen Applaus.

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