Dienhausen behält sein eigenes Wasser

Denklingen (gum). - Der Hochbehälter der Wasserversorgung in Dienhausen wird saniert - unter der Voraussetzung, dass der Beton 'gesund' und stabil in der Statik ist. In seiner jüngsten Sitzung vergab der Gemeinderat Denklingen den Ingenieurauftrag zur Sanierung des Hochbehälters mit allen Vorarbeiten und Prüfungen. Die Wasserversorgung Dienhausen erhält durch den Hochbehälter den notwendigen Druck. Schon vergangenes Jahr begutachtete der Bauausschuss die Verfärbungen an Wänden und Decke in einer der beiden Kammern im abgelassenen Zustand. Um die Gefahr der Verschmutzung und Verkeimung des Trinkwassers zu bannen, wurde Ingenieur Bertram Mooser beauftragt, kostengünstige Möglichkeiten der Sanierung zu finden. Jetzt gab der Tiefbauspezialist Mooser dem Gemeinderat die Ergebnisse bekannt: 'Anhand der Unterlagen des Wasserwirtschaftsamtes wurden oberflächliche, aber aussagekräftige Studien gemacht. Wird real saniert, bedarf es vorher genauerer Ingenieurberechnungen.' Drei Varianten haben sich ergeben. Bei Variante I werden die Kammern innen mit Polyäthylenplatten (PE) ausgekleidet und die Decke von außen abgedichtet. Variante II wäre eine Abdichtung von außen, allerdings wären innen zusätzliche Reparaturarbeiten nötig. Beide Varianten erhalten die autarke Wasserversorgung in Dienhausen. Die Variante III sieht einen Anschluss an die zentrale Wasserversorgung von Denklingen und Epfach vor. Den Vorzug gibt Ingenieur Mooser der ersten Variante: 'Erfahrungen haben gezeigt, dass die Auskleidung mit verschweißten PE-Platten sehr effektiv und lange haltbar ist. Die Platten werden auf Stegen angebracht, so dass zwischen Betonwand und Auskleidung auftretendes Schwitzwasser abgeführt werden kann und nichts zu modern anfängt. Es war nur eine grobe Kostenschätzung möglich, aber genau genug zur Entscheidungsfindung.' Die Innensanierung werde etwa 36000 Euro kosten, dazu rund 7000 Euro für die Decke inklusive Erdarbeiten. Die Außenabdichtung wäre fast 10000 Euro billiger, jedoch ohne die inneren Zusatzarbeiten. Der Anschluss an die Wasserversorgung Denklingen-Epfach würde rund 250000 Euro kosten. Der Gemeinderat diskutierte lange, ob sich eine Sanierung lohne. Erst als Ingenieur Moser versicherte, dass erfahrungsgemäß fast 20 Jahre keine Folgekosten entstehen, entschieden sich die Gemeinderäte für eine Sanierung und den Erhalt der selbstständigen Dienhauser Wasserversorgung. 'Grundvoraussetzung ist die Statik des Betons' betonte der Ingenieur, 'das muss vorher durch Kernbohrungen untersucht werden.' Einziger Schwachpunkt sei die Quellfassung, meinte Herbert Schnürch: 'Das ist die letzte Quelle dort. Wenn sie versiegt, gibt's nichts mehr.'

Ausreichend Wasser vorhanden Bürgermeisterin Viktoria Horber erklärte, Pumpversuche im sehr trockenen Sommer hätten ergeben, dass ausreichend Wasser vorhanden ist. Martin Steger ist sich des Risikos wohl bewusst: 'Das ist ein Pokerspiel. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass die Quelle genauso lange hält wie die Innensanierung ist groß'. Ohne Gegenstimme wurde schließlich beschlossen, den Ingenieurvertrag abzuschließen. 'Erst wenn die Ergebnisse der Betonuntersuchungen vorliegen, müssen wir endgültig über eine Sanierung entscheiden' faste Bürgermeisterin Horber zusammen.

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