Die Zuschüsse sprudeln wieder

Aber Unmut über Beiträge für Wasserversorgung in Gestratz Gestratz (rau). Seine Genugtuung konnte Gestratz´ Bürgermeister Johannes Buhmann nicht ganz verbergen. Entgegen ursprünglicher Pläne der bayerischen Staatsregierung fließen nun doch Fördergelder für die dringend nötige Erweiterung der gemeindlichen Trinkwasserversorgung, informierte Buhmann die Bürger..

Wie berichtet hatte im Januar die Gemeinde die Hiobsbotschaft von Umweltminister Schnappauf erreicht, die jeden neuen Meter Rohr zum teuren Desaster für Gestratzer Hausbesitzer hätte werden lassen. 'Auf Verwaltungsebene lief nichts mehr, da half nur noch politischer Druck', berichtete Buhmann von vielen Telefonaten und Briefen. Das Zusammenspiel von betroffenen Behörden, Wasserwirtschaftsamt und Gesundheitsamt, Abgeordneten, insbesondere Eberhard Rotter (CSU), und Vertretern des Gemeindetags erreichte eine Abmilderung. Jetzt gibt es wieder Geld, aber vorwiegend nur noch für Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsanlagen auf dem Land. Damit konnte Gestratz aufatmen. Der Gemeinderat hat bereits einen vorzeitigen Baubeginn beschlossen. Die Pläne für den zweiten Bauabschnitt (über Ried bis Horben, sowie Erlach, Altenburg und Zwirkenberg) wurde vorgelegt und nun befindet sich Gestratz in der Dringlichkeitsliste des Wasserwirtschaftsamts Kempten auf Platz 2. Buhmann rechnet mit einem Baubeginn im Herbst. Mit dem dritten Bauabschnitt, der nicht in einem Jahr zu bewältigen ist, soll 2005 begonnen werden. Derzeit kann die Gemeinde für die für den zweiten Bauabschnitt veranschlagten 624000 Euro mit Zuschüssen in Höhe von 63,3 Prozent rechnen. Durch weitere Einsparungen hofft man, den Prozentsatz noch erhöhen zu können. Bei den Entschädigungen für Grundstücksbesitzer werde sich die Gemeinde nicht kleinlich zeigen, versprach Buhmann, appellierte aber gleichzeitig an die Vernunft der Betroffenen. Man werde sich an die Sätze der Wasserversorgung Heimenkirch-Opfenbach und der Thüga anlehnen. Wegen der ungeklärten Zuschussfrage hatte die Gemeinde die für März vorgesehene erste Rate der Beiträge auf den 31. August verlegt. Das sorgte bei Betroffenen für Unmut, da mit der fälligen Rate im März 2005 innerhalb von sieben Monaten zwei hohe Beiträge zu entrichten seien. Buhmann meinte hingegen, die hinausgeschobene erste Rate könne man durchaus auch als Vorteil sehen. Gemeinderat soll Geld in die Kasse spielen Gestratz (rau). Zu ungewöhnlichen Maßnahmen will Bürgermeister Johannes Buhmann wegen der Zwischenfinanzierung greifen. Zuschüsse lassen erfahrungsgemäß auf sich warten und dadurch fallen für die Gemeinde Zinsen an. Diese Zinsen soll der Gemeinderat noch vor Ostern nächsten Jahres durch Theaterspielen erwirtschaften, schlug Buhmann vor. Eine gewisse Theatererfahrung haben Gemeinderäte wohl allein schon durch ihre Sitzungsteilnahme.

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