Sonthofen
Die Zeit der Ausreden ist vorbei

Heinz Feilmeier ist neuer Trainer beim Eishockey-Bayernligisten ERC Sonthofen. Der 41-Jährige steht am Freitag im Heimspiel gegen Schweinfurt (20 Uhr) erstmals an der Bande, nachdem Christoph Hadraschek am vergangenen Donnerstag zurückgetreten ist (wir berichteten).

Feilmeier möchte die Spieler «an ihrer Ehre packen» und ihnen klarmachen, «dass die Bayernliga keine Spaßliga ist und seine Schützlinge Leistung bringen müssen». Er will sehen, dass sich die ERC-Cracks «für den Club zerreißen, laufen und kämpfen».

Feilmeier soll kein Übergangstrainer sein, sondern bis zum Ende der Saison die Bayernliga-Mannschaft auf Vordermann bringen, betont ERC-Vorsitzender Mike Henkel. «Der Verein bemüht sich aber, ihm jemanden an die Seite zu stellen, der ihn unterstützt», lässt Henkel wissen. Denn Feilmeier traniert seit dieser Saison auch noch die Eishockey-Junioren der Spielgemeinschaft ERC Sonthofen/EC Oberstdorf. In den vergangenen vier Jahren kümmerte er sich um die Schüler und Junioren beim DEL-Club Augsburger EV und davor um den Nachwuchs beim EV Landsberg 2000.

Ferner ist der neue ERC-Coach noch Stützpunkttrainer für die U13 beim Bayerischen Eissport-Verband (BEV).

Nicht konsequent mitgezogen

«Den Rücktritt von Christoph Hadraschek bedaure ich sehr», sagt ERC-Chef Henkel. Denn er und seine Vorstandskollegen planten längerfristig mit den beiden Sonthofer Urgesteinen Hadraschek und Herbert Kuisle, der seit dieser Spielrunde sportlicher Leiter beim ERC ist. Viele Spieler in der Mannschaft «haben es sich zu einfach gemacht und nicht konsequent mitgezogen», berichtet Henkel. Jetzt gebe es keine Ausreden mehr und die Mannschaft sei am Zug.

Rücktritt nicht leichtgefallen

Das hofft auch Hadraschek, dem der Rücktritt «nicht leichtgefallen ist». Nach den beiden Pleiten in Memmingen (3:9) und zu Hause gegen Pfaffenhofen (3:7) vor zwei Wochen seien beim anschließenden Training nur noch neun von 22 Spielern im Eisstadion gewesen. «So was hätten sich die Spieler bei einem anderen Trainer nicht getraut», glaubt Hadraschek. «Ich bin einfach zu nett mit dem Team umgegangen. Das aber braucht einen autoritären Typen.» Die Spieler anbrüllen sei nun mal nicht sein Ding. «Ich setze auf Herz und Motivation.» Und das habe nicht funktioniert. Zudem hätten sich einige Spieler nicht engagiert. Ausgenommen davon seien jedoch die einheimischen Spieler, betont der 40-Jährige. «Wir sind in Freundschaft auseinander gegangen und ich stehe weiter hinter dem Verein. Aber jetzt brauchen die Spieler einen neuen Impuls.»

Darauf hofft auch Kapitän Thomas Blaha, der Hadrascheks «freundschaftliche und repektvolle Art mit Spielern umzugehen», sehr schätzte. In den vergangenen Wochen hätten einige Cracks das Ganze zu locker genommen. Jetzt müsse jeder Spieler wieder bei null anfangen. «Die Saison fängt noch einmal von vorne an», sagt Blaha. »Allgäu-Sport

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