Kempten
Die wichtigste Erkenntnis: Der zweite Anzug passt

Dass der 1. SC Kempten in der 2. Bundesliga an diesem Doppelspieltag nur einen von vier möglichen Punkten geholt hat, war für Kapitän Norbert Mayr (40) eher zweitrangig. «Wichtig war zu sehen, dass der zweite Anzug passt». Stark ersatzgeschwächt holten die Allgäuer beim Tabellenführer BC Worms II völlig überraschend mit 2:2 einen Punkt. Zu Hause mussten sich die Kemptener dann am nächsten Tag dem Tabellenzweiten SC Schängel Koblenz II mit 1:3 beugen.

In Worms gab Timo Wernhard (25) sein Debüt in der zweiten Liga. Nachwuchsmann Johannes Herz (15) gewann an Position 4 und holte in seinem zweiten Einsatz in der 2.Bundesliga seinen ersten Sieg. Das war die halbe Miete für die Überraschung des Spieltages. Georg Pickl machte sie an Position 1 mit dem Sieg gegen Altmeister Edgar Schneider perfekt. Er ließ seinem Gegner in drei Sätzen keine Chance.

Böck vergibt die Überraschung

Das hatte ihm vor der Begegnung wohl niemand zugetraut. «Ich habe zuletzt gut trainiert», sagte der Kemptener Neuzugang. Er machte kaum Fehler, was Schneider schier zur Verzweiflung brachte. Der fand kein Mittel gegen den an diesem Tag überragenden Pickl. «Das war die Revanche für meine Niederlage vor zwei Jahren in der 1.Bundesliga», freute sich Pickl (21). Damals spielte er noch für den SC München-Solln.

Rainer Böck verpasste an Position 2 den Sieg für die Gäste. Er zog in fünf Sätzen den Kürzeren, war aber zuvor zwei Wochen krank gewesen. «Dafür ist es schon wieder ganz gut gelaufen», sagte er. Debütant Timo Wernhard war an Position 3 naturgemäß ohne Chance. Böck lobte seinen Mitspieler: «Er hat seine Sache sehr gut gemacht.»

Zu Hause gegen Koblenz waren Mayr und Alexander Schlichtherle (32) wieder mit von der Partie. Profi David Heath (38) hatte seine Knieverletzung noch nicht auskuriert. Mayr feierte dabei seinen zweiten Saisonsieg. Es blieb aber der einzige Erfolg der Gastgeber. Schlichtherle fand keine Einstellung zu seinem Gegner. Böck war nach dem harten Fünf-Satz-Match vom Vortag mit seinen Kräften am Ende und Pickl konnte nicht an seine Top-Leistung gegen Schneider anknüpfen.

«Wir können mithalten, auch wenn wir ohne Profi und mit viel Ersatz spielen», resümierte Mayr. «Da wächst was nach, was in dieser Breite bei kaum einem anderen Klub in Deutschland der Fall ist. Und wir haben unseren Platz gehalten, obwohl wir gegen die zwei Besten der Liga gespielt haben. Normal fällt man da in der Tabelle zurück.»

Vorentscheidung steht an

Am 12. und 13. Dezember steht der nächste Doppelspieltag an. Dann geht es für Kempten gegen Kellerkind Karlsruhe und zudem um eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt. Dann will auch der schottische Profi Heath wieder in das Geschehen eingreifen.

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