Immenstadt / Oberallgäu
«Die Patienten haben die beste Versorgung»

Die Kliniken Oberallgäu sind jetzt «Akademisches Lehrkrankenhaus» der Uni Ulm. «Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Gesundheitsregion Oberallgäu», schwärmt Vize-Landrat Anton Klotz. Ein «Höhepunkt», sagt Kliniken-Geschäftsführer Andreas Ruland. Einig sind sie sich mit den Medizinern, dass insbesondere die Patienten profitieren sollen.

Akademisches Lehrkrankenhaus bedeutet zunächst, dass künftig Medizinstudenten bei einem praktischen Jahr im Oberallgäu ihr Wissen vertiefen. Dahinter steckt mehr: Zum einen unterliegt das Zertifikat strengen Qualitätskriterien (nur wer selbst gut ist, kann andere ausbilden). Zum anderen seien die Kliniken Oberallgäu künftig für Uni und Uniklinik Ulm ein wichtiger Kooperationspartner, betont Professor Dr. Klaus-Michael Debatin, ärztlicher Direktor in Ulm und Dekan der Medizinischen Fakultät.

Es gebe also nicht nur eine Tafel an der Tür, so Debatin. «Die, die ärztliche Verantwortung tragen, sind Teil des Gesamtverbundes mit Zugang zu allen Ressourcen. Die Patienten haben damit die beste Versorgung.» Dazu kommen wohl zu gegebener Zeit klinische Studien. Debatin: «Die Patienten sind da keine Versuchskaninchen, sondern bekommen das Beste nach allen Regeln der Kunst.»

Optimistisch ist auch Dr. Martin Fiedermutz, leitender Oberarzt der Anästhesie und Intensivmedizin in Immenstadt: «Wir haben direkten Anschluss an die Uni-Hochleistungsmedizin und kennen die Ansprechpartner.» Patienten bringe das den Vorteil eines festen Behandlungspfades vom Hausarzt zum örtlichen Krankenhaus und bei Bedarf weiter in die Universitätsklinik.

Zugleich sind die Medizinstudenten eine Herausforderung für die Oberallgäuer: Denn sie sollen ja Theorie und Praxis lernen, wozu Klinikärzte aktiv beitragen müssen. Ausbildung für andere sei auch immer ein Stück eigene Ausbildung, erklärt Privatdozent Dr. Wulf Ito.

Die Qualität der Lehrenden entscheidet mit über den Erfolg des Projektes. Denn nur, wenn Medizinstudenten das Oberallgäu Kommilitonen empfehlen können, werden sich in künftigen Semestern weitere bewerben. Präsentiert sich das Oberallgäu als leistungsstarke Gesundheitsregion, lassen sich später auch Arztstellen leichter besetzen, hofft Ruland und unterstreicht wie Aufsichtsratsvorsitzender Gebhard Kaiser die Bedeutung für den ländlichen Raum.

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