Die Massen machen blau im Monat Mai

Von Otto Fritsch, Kaufbeuren - Andernorts gibt es den Tanz in den Mai, in Kaufbeuren wird zusätzlich 'blau gemacht' - und zwar massenhaft: Gut 1800 Besucher zählten die Veranstalter der fünften blauen Nacht, der 'Blue Night', in der Wertachstadt. Zehn Bands gaben diesmal ihr Bestes. Vor allem das ausgewogene Musikangebot trug mit zum Erfolg der langen Nacht der Live-Musik bei. Proppenvolle Lokale, gute Stimmung und Live-Musik bis in den Morgen: Auch in der mittlerweile fünften Kaufbeurer 'Blue-Night' verwandelte sich die Innenstadt wieder in eine riesige Party-Meile. Ob Rock, Reggae, Blues, Jazz oder Samba, die gut gelaunten Musik-Pendler hatten auf ihrem Weg zum nächsten Live-Auftritt die freie Wahl. Mit insgesamt zehn Bands bot die 'Blue-Night' für so gut wie jeden Geschmack und jede Altersgruppe etwas. Wer Lust zum Tanzen hatte, musste allerdings raus auf die Straße - in den meisten Lokalen fehlte es schlichtweg am Platz für die rhythmischen Leibesübungen der besonderen Art. Dicht gedrängt ging es etwa im River Side Café am Graben zu, in dem die Gruppe 'Buzzoff' den Ton angab. Die witzige Bühnenshow und souverän gespielte Rock-Hits der 70er-, 80er- und 90er-Jahre sorgten für ein volles Haus. Extra Applaus, der schon von weitem zu hören war, gab es für die 'Grooveties' im Hirschkeller. Die fünfköpfige Band war zweifellos einer der Publikums-Magneten der 'Blue Night'.

Das Motto der Kaufbeurer Formation: Mitsingen ist Pflicht, Mitmachen erwünscht. Stilecht zum Reggae wurden einzelne Gäste mit einer enorm großen Bob Marley-Mütze und dicken Rastalocken ausstaffiert. 'So etwas sollte es öfter geben', meinte eine Besucherin lachend, die sich im Verpflegungszelt vor dem Hirschkeller mit einem Steak für die lange Live-Nacht stärkte. Wie Funk auf brasilianisch klingt, konnten die Gäste von Carlo's Bar erfahren. Die Gruppe 'Bem Brasil' hatte aber noch weit mehr als nur Funk auf Lager und überzeugte auch mit Samba, Bossanova und Reggae-Stücken ihr überwiegend junges Publikum. Ältere Semester zog es dafür ins Kaiser-Max-Café. Zwei Burschen mit Gitarre, Akkordeon, und einem Sack voll guter Laune sorgten dort für Heiterkeit. Mit einer Mischung aus Musik und Comedy unterhielt das Duo 'Firlefranz' bis zur Sperrstunde seine Zuhörer. Der richtige Treffpunkt für alle, die es in der 'Blue-Night' lieber besinnlich und entspannend angehen ließen. Reibungslos klappte der Fahrtdienst mit Sonderbussen aus allen Stadtteilen. Angenehm auch die friedliche Atmosphäre. Streitereien oder gar Ausschreitungen gab es nicht. Die Polizeiinspektion Kaufbeuren meldete während der 'Blue-Night' 'keine besonderen Vorkommnisse'.

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