Kaufbeuren
Die Kooperation schläft ein

Mit zwei Niederlagen hat der ESV Kaufbeuren einen total verkorksten Start in das neue Jahr hingelegt. Bitter vor allem, dass diese beiden Pleiten gegen Rivalen auf Augenhöhe waren. Punkte also, die im knappen Rennen um die Play-off-Plätze möglicherweise fehlen könnten. An diesem Wochenende kreuzen die Joker ihre Schläger mit Teams, die in der Tabelle hinter ihnen liegen, im Heimspiel gegen Dresden (heute 19.30 Uhr) und in Bremerhaven (Sonntag, 18 Uhr).

Zittern oder Beruhigung?

Bei zwei Siegen hätte der ESVK einen fast schon beruhigenden Vorsprung auf den undankbaren elften Platz, der die Abstiegsrunde bedeutet. Momentan steht dort Bremerhaven mit sieben Punkten Rückstand auf den Aufsteiger. Zwei weitere Niederlagen hingegen dürften dafür sorgen, dass die Latta-Truppe bis zum letzten Spieltag zittern muss.

Ein Akteur von Kooperationspartner EC Peiting wird auch in diesen Partien nicht auf Seiten der Kaufbeurer dabei sein. Nach einigen Aktivitäten im ersten Saisondrittel scheint die Zusammenarbeit in den vergangenen Wochen eingeschlafen zu sein. «Wir kommunizieren sehr viel, aber die Situation ist nicht zufriedenstellend», sagt Andreas Settele. Das ESVK-Vorstandsmitglied erklärt die Hintergründe: «In Peiting gibt es offenbar starke Widerstände aus dem Nachwuchsbereich.»

Die Idee, Kaufbeurer Nachwuchskräften regelmäßige Einsätze in der Oberliga zu geben, stößt in Peiting auf wenig Akzeptanz. Die dortigen Talente fürchten um ihren Platz in der Mannschaft. «Im Interesse unserer Spieler legen wir natürlich darauf Wert, dass sie auch viel Eiszeit bekommen», so Settele. Auch die Verantwortlichen in Peiting scheinen diese Problematik nicht lösen zu können: «Wir haben unseren Standpunkt klar formuliert. Jetzt ist Peiting am Zug. Aber Geschäftsführer Peter Gast und Trainer Alexej Sulak scheinen, so stellt es sich für uns zumindest dar, die Hände in dieser Frage gebunden zu sein.»

Ohne vorherige Absprache verpflichtete Peiting vor zwei Wochen Torwart Stefan Horneber. Das hat zur Folge, dass Kaufbeurens Florian Hechenrieder nicht mehr wie bisher regelmäßig das ECP-Tor hüten wird. «Diesen Transfer haben wir mit großer Verwunderung zur Kenntnis genommen», so Settele.

Da zudem die Bereitschaft Peitings, Spieler nach Kaufbeuren abzugeben, im Saisonverlauf überschaubar war, werden Alternativen diskutiert. «Wir besprechen alle Varianten. Wenn alles passt, könnte auch in dieser Saison noch eine Entscheidung fallen», so Settele. Sowohl Modelle mit Vereinen aus der Oberliga, der zweiten Liga aber auch aus der DEL seien derzeit denkbar.

Allerdings betont Settele, dass die Kooperation mit Peiting noch nicht endgültig gescheitert ist: «Grundsätzlich wollen wir diese Zusammenarbeit nicht beenden. Wir wussten, dass es manchmal holprig sein würde.» Der Luxus grenzenloser Geduld ist jedoch auch an der Wertach nicht vorhanden. «Gerade unsere jungen Spieler sind in unserem Fokus. Wenn nicht bald etwas passiert, müssen wir in deren Interesse Konsequenzen ziehen», sagt Andres Settele.

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